WKNÖ-Diskussionsveranstaltung
Betriebe drängen auf weniger Bürokratie und stabile Rahmenbedingungen

| Redaktion 
| 09.04.2026

Beim Austausch mit WKÖ-Präsidentin Martha Schultz forderten rund 50 niederösterreichische Unternehmer:innen rasche Entlastung, weniger administrative Belastungen und verlässliche Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern.

Rund 50 Spitzenfunktionär:innen und Führungskräfte nutzten die Einladung von WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker zum Austausch mit WKÖ-Präsidentin Martha Schultz. Im Mittelpunkt des Veranstaltungsformats "Perspektive zum Frühstück" standen aktuelle Herausforderungen für Unternehmen sowie strukturelle Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Österreich und die Weiterentwicklung der Wirtschaftskammerorganisation. Ein zentrales Thema der Diskussion waren die Belastungen, mit denen Betriebe derzeit konfrontiert sind. Genannt wurden insbesondere hohe bürokratische Anforderungen, steigende Arbeitskosten sowie schwankende und vielfach hohe Energiepreise. Auch die Effizienz und Serviceorientierung der Wirtschaftskammer wurde im Hinblick auf möglichen Reformbedarf angesprochen.

Wettbewerbsfähigkeit unter Druck

Einigkeit bestand darüber, dass sich der internationale Wettbewerbsdruck auf österreichische Unternehmen verstärkt. Als wesentliche Faktoren wurden langwierige Entscheidungsprozesse, komplexe Regelwerke und steigende Kosten genannt, die sich zunehmend negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken.

"Die Betriebe stehen aktuell unter enormem Druck – durch hohe Kosten, volatile Energiepreise, unsichere internationale Entwicklungen und zunehmende Bürokratie. Umso wichtiger ist es jetzt, rasch für spürbare Entlastung zu sorgen, damit Unternehmen wieder investieren und Arbeitsplätze sichern können", betonte Martha Schultz.

Forderung nach konkreter Umsetzung

Wolfgang Ecker unterstrich in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, Maßnahmen zügig umzusetzen. "Wir diskutieren in Österreich viele der richtigen Themen. Doch unsere Betriebe brauchen keine weiteren Ankündigungen, sondern konkrete Verbesserungen: weniger Bürokratie, leistbare Energie und Treibstoffe, wettbewerbsfähige Arbeitskosten und Lösungen beim Fachkräftemangel. Nur so können wir unseren Standort nachhaltig stärken. Hier braucht es seitens der Entscheidungsträger weniger Worte und mehr Umsetzung."

Reformen innerhalb der Wirtschaftskammer

Neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wurde auch die Rolle der Interessenvertretung thematisiert. Reformüberlegungen innerhalb der Wirtschaftskammer wurden dabei als Möglichkeit gesehen, Strukturen weiterzuentwickeln und stärker an den Bedürfnissen der Mitgliedsbetriebe auszurichten.

"Schon 2025 haben wir in Niederösterreich fraktionsübergreifend den Zukunftsprozess 'Aufbruch' gestartet und mit dem Reformprozess 'Aufbruch 2026' weitergeführt. Wir werden die Interessenvertretung intensivieren, unser Service personalisieren und die Nähe zu unseren Mitgliedern forcieren. Dabei wird alles, was für unsere Mitglieder keinen Mehrwert schafft, konsequent überdacht und gestrichen", so Ecker abschließend.

www.wko.at/noe

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