Interview mit Philippe Reinhardt
"Selbst die hartgesottensten Kerle müssen teilweise bei diesem Film heulen"

Philippe Reinhardt feiert Anfang April die Premiere seines neuen Films "Ghost Bastard", in dem er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent mitgewirkt hat. Im LEADERSNET-Interview spricht er u.a. über seine Rolle als Mike, beantwortet, wie diese sein Verständnis vom Tod beeinflusst hat und verrät, welchen Ort er als Geist zuerst besuchen würde. 

LEADERSNET: Sehr geehrter Herr Reinhardt, am 9. April kommt Ihr neuer Film "Ghost Bastard" in die Kinos, in dem Sie nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent mitgewirkt haben. Auch wenn man Sie eher in ernsteren Rollen kennt, was hat Sie an dem Stoff von "Ghost Bastard" so gereizt, dass Sie ihn nicht nur spielen, sondern auch produzieren wollten?

Philippe Reinhardt: Der Stoff hat eine wunderbare Message, es ist eine wunderbare Mischung zwischen Comedy und Drama. Als Schauspieler finde ich die Rolle Mike etwas komplett Neues, und ich musste meine Komfortzone verlassen. Die Geschichte selbst funktioniert auch für ein großes Publikum und ist ein toller Start für unsere Firma Hadlaub Pictures.

LEADERSNET: Was ist die häufigste Reaktion, die Sie bekommen, wenn Sie Leuten den Titel "Ghost Bastard" zum ersten Mal nennen?

Reinhardt: Alle sagen zuerst Ghost Bastets und verstehen dann, dass es Bastard ist. Danach wollen alle den Film sehen, um zu verstehen, wie die Wörter Geist und Bastard zusammenpassen.

LEADERSNET: Die Figur Mike ist ein jemand mit Herz, aber auch viel Zynismus – wie viel von Ihrem eigenen Humor steckt in dieser Figur?

Reinhardt: Du musst bei jeder Figur eigene Elemente einbauen, um sie persönlich zu machen. Real und persönlich! Mike könnte mein crazy Bruder sein, ich liebe ihn. Und ich denke, wir reden beide gerne und wiederholen uns oft. 

LEADERSNET: Eine Horrorkomödie im deutschsprachigen Raum zu produzieren, gilt oft als Wagnis. Warum glauben Sie, dass das Publikum gerade jetzt bereit für einen zynischen Geist wie Mike ist?

Reinhardt: Ich sehe den Film nicht unbedingt als Horrorkomödie, sondern Fantasy-Geister-Komödie. Ich denke, dass unser Publikum nicht nur wegen Mike den Film sehen soll! Auch wegen Elli, gespielt von Aliah Acar.  Zusammen geht es um Themen wie Freundschaft, miteinander reden und Vergebung. Eine Reise mit vielen komischen, aber auch tiefgreifenden Momenten. Emotionales Kino, das nach amerikanischem Vorbild Menschen berührt. Selbst die hartgesottensten Kerle müssen teilweise heulen bei diesem Film.

LEADERSNET: Hinter der Komödie steckt die existenzielle Frage, was bleibt, wenn wir nicht mehr sind. Hat die Arbeit an diesem Stoff Ihre eigene Sicht auf das Thema Tod oder das 'Danach' in irgendeiner Form beeinflusst?

Reinhardt: Ehrlich gesagt nein. Ich lebe im Moment. Was danach kommt, ist weit über mir und wenn es so weit ist, werde ich es erfahren. Aber ich will für meine Tochter da sein und ein guter Vater sein. Das ist wichtig.

LEADERSNET: Gab es während der Dreharbeiten Momente, in denen es am Set "gespukt" hat oder Realität und Fiktion verschwommen sind?

Reinhardt: Das ist unser Geheimnis. Vielleicht hat Mike ja wirklich rumgespukt und kennt jetzt alle Set-Geheimnisse…

LEADERSNET: Zu guter Letzt: Wenn Sie selbst ein Geist wären und für einen Tag die Menschen beobachten könnten (wie Mike im Film) – was wäre der erste Ort, den Sie besuchen würden?

Reinhardt: Eine Kinovorstellung von Ghost Bastard. Um unser Publikum zu testen … und ein bisschen rumzuspuken. Blödsinn zu machen…

LEADERSNET: Vielen Dank!

www.philippe-reinhardt.com

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