Update zum Konkursverfahren
123-Transporter-Pleite: Millionenforderungen von 1.500 Gläubigern

| Tobias Seifried 
| 22.03.2026

Im Konkursverfahren zeichnet sich ab, dass ein Großteil der Betroffenen, von denen viele Kautionen für die Transportfahrzeuge hinterlegt hatten, wohl nur mit einer sehr niedrigen Quote rechnen kann. 

Im Insolvenzverfahren der 123 Shared Mobility GmbH sind Forderungen in Millionenhöhe angemeldet worden. Wie aus aktuellen Informationen hervorgeht, haben bislang mehr als 1.500 Gläubiger:innen Ansprüche in der Höhe von rund 7,1 Millionen Euro eingebracht.

Das Verfahren über das Unternehmen, das unter der Marke "123-Transporter" tätig war, wurde bereits im Oktober 2025 am Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet (LEADERSNET berichtete). Ursprünglich als Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung gestartet, wird es mittlerweile als Konkursverfahren fortgeführt. Hintergrund ist unter anderem eine gescheiterte Investorensuche sowie der Rückzug des Sanierungsplanantrags. Der Geschäftsbetrieb wurde zwischenzeitig eingestellt.

Nur 1,7 Millionen Euro anerkannt

Im Zuge der nun abgehaltenen Prüfungstagsatzung wurden laut KSV1870 Forderungen in Höhe von rund 7,1 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden bisher etwa 1,7 Millionen Euro von der Insolvenzverwalterin anerkannt. Ein wesentlicher Teil der Forderungen entfällt auf Rückforderungen von Kund:innen, die Kautionen für Fahrzeuge hinterlegt hatten (LEADERSNET berichtete).

Die Aussichten für die Betroffenen fallen jedoch ernüchternd aus. "Einen Großteil der angemeldeten Forderungen machen Rückforderungsansprüche aufgrund hinterlegter Kautionen von Kund:innen aus. Bedauerlicherweise müssen die Quotenaussichten der Insolvenzgläubiger:innen aus heutiger Sicht als gering eingestuft werden", erklärte Alexander Greifeneder vom KSV1870.

Damit zeichnet sich laut dem Kreditschutzverband ab, dass ein Großteil der Betroffenen wohl nur mit einer sehr niedrigen Quote rechnen kann.

www.ksv.at

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