Fotos vom Jahrespressegespräch 2026
Bauspar-Boom brachte 626 Millionen Euro an neuen Einlagen

| Tobias Seifried 
| 16.03.2026

Trotz wirtschaftlicher Volatilität erfreute sich die Finanzierungsform im Vorjahr großer Beliebtheit. Eine aktuelle Studie unterstreicht zudem die Relevanz des Modells für die private Wohnraumschaffung.

Bausparen erfreut sich in Österreich nach wie vor großer Beliebtheit. So belegen die aktuelle Integral-Studie "Bausparen & Wohnen 2026" sowie die am Montag präsentierten Jahresergebnisse des heimischen Bausparkassenverbands (BVO) die ungebrochene Relevanz dieses Finanzinstruments. Mit einer Durchdringungsquote von 37 Prozent in der Bevölkerung bleibe das Bausparen ein zentraler Pfeiler der privaten Vorsorge, hieß es im Rahmen einer Pressekonferenz.

Im Jahr 2025 wurden demnach bundesweit 434.030 neue Verträge unterzeichnet, während die Gesamteinlagen auf über 15,02 Milliarden Euro anwuchsen – ein Zuwachs von 626 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Sicherheit als primäres Motiv

Der Trend zum "sicheren Hafen" setzt sich fort: 83 Prozent der Befragten bewerten den Bausparvertrag als risikolose Form des Vermögensaufbaus. Insbesondere für die junge Generation und Haushalte mit Kindern wird das Modell als ideale Basis für die spätere Eigenmittelbildung geschätzt. Andreas Kaim, Vorstandsvorsitzender der s Bausparkasse, resümiert: "Die Studie bestätigt: Bausparen ist für die Österreicher:innen das Fundament für ihre finanzielle Zukunft – sicher, bewährt und einfach kalkulierbar."

Digitale Transformation und Finanzierungsleistung

Ein signifikanter Wandel vollzieht sich in der Abschlussmodalität. Mittlerweile zeigt sich jede:r zweite Österreicher:in offen für einen Online-Abschluss. Susanne Riess-Hahn, Wüstenrot Generaldirektorin, betonte, dass dies nicht nur das Vertrauen in das Produkt, sondern auch in die modernen, digitalen Wege der Institute widerspiegle.

Im Bereich der Wohnraumfinanzierung konnten die vier österreichischen Bausparkassen im Jahr 2025 ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro vergeben. Ausschlaggebend für die Wahl eines Bauspardarlehens seien für 55 Prozent der Interessierten die Verlässlichkeit durch Fixzinssätze und stabile Konditionen. Marcus Kapun, CEO der start:Bausparkasse, hielt dazu fest, dass Darlehenskund:innen durch sehr lange Fixzinsphasen mit planbaren und langfristig stabilen Raten kalkulieren könnten.

Herausforderung Leistbarkeit

Trotz des hohen Stellenwertes von Wohneigentum – 82 Prozent der Bevölkerung sehen darin das Ideal – stellt die Finanzierung eine Hürde dar. Mieter:innen fehlen im Durchschnitt 75 Prozent des benötigten Kapitals für den Erwerb einer Immobilie. Fehlende Leistbarkeit und mangelndes Eigenkapital werden als Hauptgründe für eine Verzögerung des Erwerbs genannt.

Christian Vallant, Geschäftsführer Raiffeisen Bausparkasse und aktueller Vorsitzender des BVO, wies darauf hin, dass die Ergebnisse das stabile Vertrauen in die Sicherheit der Produkte unterstreichen würden. Er hielt fest: "Bausparen ist das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, Vermögen aufzubauen, Eigenmittel zu sichern und Wohnträume Schritt für Schritt Realität werden zu lassen." Angesichts der Debatte um leistbares Wohnen sei es jedoch unerlässlich, frühzeitig einen finanziellen Polster anzusparen.

Stabilitätsfaktor für Bauwirtschaft

Abschließend waren sich die Branchenprofis einig: Mit einer staatlichen Bausparprämie von insgesamt 33 Millionen Euro wurde im vergangenen Jahr ein Hebel für Wohnbauinvestitionen in der Höhe von knapp 1,7 Milliarden Euro geschaffen, womit das Bausparen weiterhin ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für die heimische Bauwirtschaft bleibe.

LEADERSNET war beim Jahrespressegespräch. Fotos sehen Sie in unserer Galerie.

www.bausparkassenverband.at

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