Batteriebetriebene Fahrzeuge
Neue ÖBB-Akkuzüge sollen Regionalbahnen in Niederösterreich modernisieren

Die staatlichen Österreichischen Bundesbahnen erweitern ihre Regionalverkehrsflotte mit neuen Zügen des Herstellers Stadler. Die batteriebetriebenen Fahrzeuge sollen elektrischen Betrieb auch auf Streckenabschnitten ohne Oberleitung ermöglichen.

Die ÖBB erweitert ihre Flotte um sieben weitere Akkutriebzüge für den Regionalverkehr in Niederösterreich. Die Fahrzeuge des Typs Cityjet FLIRT Akku werden im Rahmen eines bestehenden Vertrags mit dem Hersteller Stadler bestellt und sollen künftig auf nicht elektrifizierten Strecken wie der Kamptalbahn oder der Erlauftalbahn eingesetzt werden.

Die neuen Züge sollen im Laufe des Jahres 2028 ausgeliefert werden und ab dem Fahrplanjahr 2029 in Betrieb gehen. Sie ersetzen bestehende Dieseltriebwagen und ergänzen eine bereits zuvor bestellte Serie von 16 Akkutriebzügen.

Finanzierung durch Bund und Land

Das Land Niederösterreich und der Bund sicherten gemeinsam die Finanzierung der zusätzlichen Fahrzeuge. Ziel ist es, den Regionalverkehr schrittweise zu modernisieren und klimafreundlicher zu gestalten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte: "Mit den neuen Akkutriebzügen investieren wir in moderne, regionale und klimafreundliche Mobilität im Zentralraum Richtung Krems und Kamptal sowie ins Mostviertel auf die Erlauftalbahn. Gerade für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das mehr Komfort, mehr Verlässlichkeit und eine zeitgemäße Verbindung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Gleichzeitig stärken wir damit auch den Tourismus im Kamptal, Krems und dem Erlauftal, denn attraktive Bahnverbindungen machen unsere Ausflugs- und Urlaubsregionen noch besser erreichbar. Moderne Züge, bessere Qualität und klimafreundlicher Verkehr – das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Niederösterreich als starken Lebens-, Arbeits- und Tourismusstandort weiter zu stärken."

Beitrag zur Dekarbonisierung

Die Akkutriebzüge sollen sowohl unter Oberleitung als auch auf Strecken ohne elektrische Infrastruktur eingesetzt werden. Während der Fahrt unter Stromleitung sowie während der Standzeiten werden die Batterien laut dem Hersteller geladen, auf nicht elektrifizierten Abschnitten fahren die Züge anschließend mit gespeicherter Energie.

Mobilitätsminister Peter Hanke sieht darin einen wichtigen Schritt für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum: "Mit dieser Investition steigern wir den Fahrkomfort auf den Regionalbahnen erheblich und dekarbonisieren Schritt für Schritt den Regionalverkehr. Der Betrieb mit Akku-Zügen anstelle von Dieseltriebwagen reduziert den CO₂-Ausstoß pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart eine halbe Million Liter Diesel ein. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Land Niederösterreich diese wichtige Finanzierung auf den Weg bringen konnten."

Ausstattung der neuen Züge

Die dreiteiligen Fahrzeuge sind rund 63 Meter lang, sollen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen und verfügen über rund 160 Sitzplätze sowie zwölf Fahrradstellplätze.

Zur Ausstattung zählen u. a. Klimatisierung, barrierefreie Einstiege, ergonomische Sitze, Steckdosen und ein modernes Fahrgastinformationssystem. Damit sollen künftig sowohl Pendler:innen als auch Freizeitreisende von einem komfortableren Bahnangebot profitieren.

www.oebb.at

www.stadlerrail.com

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