Für viele Wintersportfans beginnt der Skiurlaub nicht erst auf der Piste, sondern bereits mit der Anreise. Gerade in der Hochsaison können verspätete oder gestrichene Flüge jedoch schnell dafür sorgen, dass wertvolle Stunden oder sogar der erste Skitag verloren gehen. Um herauszufinden, wie zuverlässig die wichtigsten Drehkreuze für den Wintertourismus tatsächlich sind, hat der Dienstleister für Flug- und Gepäckentschädigungen AirAdvisor jüngst 23 europäische Flughäfen in der Nähe großer Skigebiete analysiert. Grundlage der Auswertung sind AirData-Daten aus dem Zeitraum von November 2025 bis Januar 2026, auf deren Basis der sogenannte "Ski Travel Reliability Score" erstellt wurde. Eine hohe Punktezahl steht dabei für wenige lange Verspätungen und Annullierungen in den Wintermonaten, während eine niedrige Punktzahl auf ein erhöhtes Risiko für Probleme bei der Anreise hinweist.
Salzburg erzielt Spitzenposition
Den ersten Platz im Ranking belegt der Flughafen Salzburg W. A. Mozart, der mit einem "Ski Travel Reliability Score" von 9,25 als verlässlichster Ski-Flughafen Europas bewertet wurde. Ausschlaggebend dafür war vor allem die hohe Pünktlichkeit des Flugbetriebs: Zwischen November und Januar waren lediglich 3,61 Prozent der Flüge um mehr als eine Stunde verspätet, zudem lag die Annullierungsrate bei nur 0,3 Prozent – also etwa drei gestrichene Flüge pro 1.000 Verbindungen. Zum Vergleich: Am deutlich schlechter platzierten Flughafen Krakau betrug der Anteil an Flügen mit über einer Stunde Verspätung 9,38 Prozent, während fast drei Prozent der Verbindungen gestrichen wurden. Für Reisende bedeutet die gute Performance Salzburgs vor allem ein geringeres Risiko für längere Verzögerungen und damit bessere Chancen, den Transfer ins Skigebiet planmäßig zu erreichen.
Bratislava und München teilen sich Platz zwei
Den zweiten Platz teilen sich der Flughafen Bratislava und der Flughafen München, die beide einen "Ski Travel Reliability Score" von 9,00 erreichten. Der Flughafen Bratislava M. R. Štefánik, rund neun Kilometer nordöstlich der slowakischen Hauptstadt und nahe der österreichischen Grenze gelegen, überzeugte vor allem durch seine hohe Zuverlässigkeit: Lediglich 3,66 Prozent der Flüge waren in den Wintermonaten um mehr als eine Stunde verspätet, während die Annullierungsrate bei nur 0,06 Prozent lag – statistisch gesehen fiel damit nur etwa einer von rund 1.700 Flügen aus. Für Reisende bedeutet das vor allem ein geringes Risiko für längere Verzögerungen und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit, Anschlussverbindungen und Transfers ins Skigebiet planmäßig zu erreichen.
Auch der Flughafen München schnitt mit einer Gesamtwertung von 9,00 sehr gut ab. Zwar lag der Anteil der Flüge mit mehr als einer Stunde Verspätung mit 4,21 Prozent etwas höher als in Bratislava, dennoch blieb auch hier die Annullierungsrate mit 0,52 Prozent vergleichsweise niedrig. Bemerkenswert ist dabei vor allem das hohe Verkehrsaufkommen: Zwischen November und Januar wurden in München mehr als 106.000 Flüge abgefertigt. Trotz dieser großen Zahl blieb der Flugbetrieb stabil, was Reisenden neben einer verlässlichen Anreise auch eine größere Auswahl an Verbindungen bietet.
Turin sichert sich Bronze
Den dritten Stockerlplatz sichert sich der Flughafen Turin, der sich in Caselle Torinese rund 16 Kilometer nördlich der Stadt befindet und häufig als Tor zu den italienischen Alpen genutzt wird. Mit einem "Ski Travel Reliability Score" von 8,95 zählt er zu den zuverlässigeren Airports im Ranking: In den Wintermonaten waren lediglich 3,46 Prozent der Flüge um mehr als eine Stunde verspätet, während die Annullierungsrate bei 0,67 Prozent lag. Für Reisende bedeutet das eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit, pünktlich anzukommen und möglichst viel Zeit im Skigebiet verbringen zu können.
Wien rutscht knapp am Stockerl vorbei
Auf dem vierten Platz rangiert mit dem Flughafen Wien-Schwechat erneut ein österreichischer Standort. Der Airport erreichte einen "Ski Travel Reliability Score" von 8,90 und überzeugte mit einer Verspätungsrate von 3,61 Prozent – also etwa jedem 28. Flug mit mehr als einer Stunde Verzögerung – sowie einer Annullierungsrate von 0,46 Prozent. Bei mehr als 62.000 abgefertigten Flügen zwischen November und Januar zeigt sich zudem, dass der Flughafen trotz hohen Verkehrsaufkommens stabil bleibt und Reisenden im Fall von Störungen meist mehrere alternative Verbindungen zur Verfügung stehen.
Weitere Plätze
Dahinter folgen weitere europäische Flughäfen mit ebenfalls stabilen Winterwerten. Basel–Mulhouse und Verona teilen sich mit jeweils 8,50 Punkten den fünften Platz: Während Basel mit nur 2,03 Prozent eine der niedrigsten Quoten bei langen Verspätungen im gesamten Ranking aufweist, punktet Verona vor allem mit einer äußerst geringen Annullierungsrate von lediglich 0,15 Prozent. Auf Rang sieben liegt Zürich mit 8,40 Punkten, gefolgt von Oslo mit 8,30 Punkten und Stockholm Arlanda mit 7,90 Punkten, die trotz teilweise hoher Flugzahlen relativ konstante Werte bei Verspätungen und Ausfällen erzielten. Den zehnten Platz belegt schließlich Lyon mit 7,65 Punkten.
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