Eigenproduktion von Strom
ÖBB erweitern Photovoltaikproduktion und planen neue Anlagen

Ziel ist es, die Eigenversorgung mit klimafreundlichem Strom weiter zu erhöhen und damit die Energieversorgung der Bahn langfristig zu sichern.

Die ÖBB setzen weiterhin auf den Ausbau eigener Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Bereits im Jahr 2025 wurde die Produktion von Sonnenstrom deutlich erweitert. Insgesamt gingen österreichweit 30 neue Photovoltaikanlagen in Betrieb. Damit erhöhte sich die jährliche Stromproduktion aus Sonnenenergie auf rund 65 Gigawattstunden. Das entspricht einem Zuwachs von rund 26 Gigawattstunden gegenüber dem Jahr davor, so das Unternehmen.

Ausbau der Energieproduktion 

Mit den 2025 errichteten Anlagen sollen jährlich rund 26,5 Gigawattstunden Strom erzeugt werden können. Insgesamt verfügten die ÖBB Ende 2025 über ein Portfolio aus 144 Photovoltaikanlagen, neun Wasserkraftwerken sowie einer Windkraftanlage. 

Nutzung bestehender Infrastruktur

Ein Teil der neuen Anlagen wurde auf bereits vorhandener Infrastruktur errichtet. Dazu zählen etwa Aufdachanlagen auf Parkdecks und Technikgebäuden in Niederösterreich sowie Photovoltaikmodule an Schallschutzwänden. Auch Park-and-Ride-Anlagen wurden für die Stromproduktion genutzt.

Photovoltaikanlagen bei P&R-Anlage am Bahnhof Strasshof © ÖBB 

Weitere Projekte wurden unter anderem in Wien umgesetzt, etwa auf einer Werkshalle in Simmering, auf der Lehrlingswerkstätte am Hebbelplatz oder im Zuge der Sanierung eines Wohnhauses in der Taborstraße.

Projekte für die Bahnstromversorgung

In Oberösterreich wurde im August 2025 der Bau einer großen Photovoltaikanlage in Asten/Enns gestartet. Sie soll künftig jährlich rund 23,8 Gigawattstunden Strom produzieren. Laut den ÖBB könnten etwa 7.000 Railjet-Fahrten zwischen Linz und Wien mit Energie versorgt werden.

Darüber hinaus ging eine weitere Agri-Photovoltaikanlage für Bahnstrom in Riedau/Taiskirchen in Betrieb. Bei dieser Technologie werden Flächen gleichzeitig für Landwirtschaft und Stromproduktion genutzt.

Weitere Anlagen geplant

Der Ausbau soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Für 2026 planen die ÖBB die Errichtung von mehr als 30 weiteren Photovoltaikanlagen. Ein besonderes Projekt ist eine Agri-PV-Anlage mit Tracker-System im burgenländischen Donnerskirchen, deren Inbetriebnahme für Juli 2026 vorgesehen ist.

"Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen, volatiler Energiemärkte und steigender Preise zeigt sich, wie wichtig eine unabhängige Energieproduktion ist. Mit dem konsequenten Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenkraft stärken wir nicht nur die Versorgungssicherheit der Bahn, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur klimafreundlichen Mobilitätswende in Österreich. Unser Ziel ist es, die Eigenversorgung der ÖBB weiter deutlich zu erhöhen und unsere Energiezukunft resilient, nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten", sagte Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG. 

www.oebb.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV