25 Millionen Euro Investitionsvolumen
Imst erfindet seine Mitte neu: Das Decorona Quartier startet 2026

| Julia Weninger 
| 12.02.2026

Sechs Baukörper, 50 Wohnungen, Gewerbe, Gastronomie und bis zu 90 Tiefgaragenplätze sollen das Herz der Imster Innenstadt neu beleben – Baubeginn ist im Sommer 2026.

Ab Sommer 2026 verwandelt sich die Kramergasse in Imst in eines der ambitioniertesten innerstädtischen Bauprojekte des Tiroler Oberlandes. Es entstehen sechs zeitgemäß gestaltete Baukörper, davon werden vier teilweise oder gänzlich neu errichtet. Gleichzeitig bleibt historische Substanz erhalten, allen voran das namensgebende Decorona-Haus mit Ursprüngen im 16. Jahrhundert.

Auch das sogenannte "Lung-Haus" wird baulich aufgewertet. Gemeinsam mit dem adaptierten Lainplatz soll es künftig ein neues Entrée in die Kramergasse bilden – ein städtebauliches Signal für die Neuausrichtung der Innenstadtentwicklung.

50 Wohnungen, 90 Stellplätze, ein Ensemble mit Anspruch

Das Quartier umfasst 50 Wohneinheiten von der 2- bis zur 4-Zimmer-Wohnung. Private Freiflächen in Form von Balkonen, Terrassen und überdachten Außenräumen in den Obergeschoßen sind fixer Bestandteil des Konzepts. Zwischen den Richtung Gurgltal ausgerichteten Baukörpern entstehen Freiflächen zum Verweilen.

Darunter liegt eine Tiefgarage mit Raum für rund 90 Stellplätze – ein wesentliches Argument für Innenstadtwohnen mit Komfort.

Architekt Severin Hamberger kombiniert in seinen Entwürfen die historische Substanz des Decorona-Hauses mit zeitgenössischer Architektur. Ein markantes Gebäude mit Leuchtturm-Charakteristik setzt dabei einen klaren planerischen Akzent. Erste Bewegtbild-Visualisierungen zeigen bereits, wie sich das Herzstück der Kramergasse in neuer Charakteristik präsentieren wird.

(c) Rendering; Strobl Group

"Unser Ziel ist es, ein neues Stück Stadt mit Flair und zeitgemäßer Wohn- und Aufenthaltsqualität zu schaffen. Meine Familie lebt seit Generationen in unmittelbarer Nachbarschaft, für uns ist das ein persönliches Anliegen", so Michael Strobl. Rund 25 Millionen Euro investiert die Strobl Group in das Projekt. Der Spatenstich ist für Sommer 2026 vorgesehen.

Erdgeschoß nahezu ausgelastet

Zum Projektstart verzeichnet die Strobl Group bereits großes Interesse. Die Erdgeschoßflächen sind in hohem Maß mit ausgewählten medizinischen Praxis- und Büroflächen sowie einem Kinderhort belegt. Auch in den Obergeschoßen sind gewerbliche Einheiten vorgesehen, wie etwa für Arztpraxen, Therapieeinrichtungen, Büros oder Kanzleien.

Ein prägender Schwerpunkt entsteht im historischen Decorona-Haus: Dort wird ein hochwertiges Gastronomie-Angebot umgesetzt. "Wir erneuern die historische Substanz des Decorona Hauses mit größtmöglicher Behutsamkeit. Es wird nach Fertigstellung ein Wirtshaus mit gutbürgerlicher und internationaler Küche beherbergen. Im Untergeschoß erwartet Gäste ein ansprechender Barbereich. Im Innenhof lädt eine Terrasse zum Verweilen ein. Die Pächterfamilie des Lokals steht bereits fest", so Michael Strobl.

"Wer in die Innenstadt zieht, tut dies bewusst. Es geht den Menschen neben dem Bedürfnis nach einem gepflegten Wohnort um die fußläufige Erreichbarkeit zentraler Infrastrukturen wie Banken, Therapieeinrichtungen und Arztpraxen oder Apotheken. Gleichzeitig erwarten sich die Bewohnerinnen und Bewohner ein angenehmes Maß an Begegnung und Austausch. Das alles ist ebenso gewährleistet wie helle Wohnräume mit Blick Richtung Gurgltal und Tschirgant", betont der Immobilienentwickler.

Lebensmittel-Nahversorger als nächster Baustein

Gut stehen die Chancen für die Ansiedelung eines Lebensmittel-Nahversorgers. Ein wirtschaftlich etablierter Unternehmer mit Erfahrung in entsprechend dimensionierten Handelsflächen hat konkretes Interesse bekundet. Derzeit stehen die Projektanten im Austausch mit der Stadtgemeinde Imst, um Unterstützungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Ansiedelung auszuloten.

"Die Stadt hat nun die einzigartige Gelegenheit, ein seit Jahren ausgesprochenes Ziel zu erreichen. Wir alle wünschen uns ein kleines Lebensmittelgeschäft in der Kramergasse. Jetzt geht es nur noch darum, diese Chance zu nutzen", so Strobl.

Logistik und Tradition

Trotz der Dimension des Projekts,  inklusive einer Tiefgarage mit rund 90 Stellplätzen, sollen die Beeinträchtigungen während der Bauphase minimiert werden. Die Kramergasse bleibt überwiegend einspurig befahrbar. Ein wichtiges Detail für die lokale Identität: Der reibungslose Ablauf des Imster Schemenlaufens im Februar 2028 ist vertraglich gesichert.

www.decorona.at

www.stroblgroup.com

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