Paukenschlag im Insolvenzverfahren
Die Signa Holding beantragt Konkurs statt Sanierung

| Tobias Seifried 
| 11.04.2024

Die Muttergesellschaft des von René Benko gegründeten Immobilien- und Handelskonzerns hat ihren Sanierungsplanantrag zurückgezogen. Nun droht den Gläubiger:innen, die mehrere Milliarden Euro fordern, sogar ein Totalausfall.

Nur einen Tag nachdem die Signa Prime und Development neue Aufsichtsräte bestellt haben (LEADERSNET berichtete), kam es in der Pleitewelle des von René Benko gegründeten Konzerns zu einem Paukenschlag. Denn die Signa Holding hat am Donnerstag ihren Sanierungsplanantrag zurückgezogen und beim Handelsgericht Wien die Abänderung in ein Konkursverfahren beantragt. 

Laut dem KSV1870 wird deshalb auch die Sanierungsplantagsatzung, die für den 29. April 2024 anberaumt war, nicht stattfinden. Nähere Informationen zum weiteren Procedere liegen dem Gläubigerschutzvorband noch nicht vor, so Tanja Schartel vom KSV1870.

Mindestquote fällt weg

Fest steht, dass mit der Abänderung in ein Konkursverfahren eine Mindestquote wegfällt. Deshalb müssen die Gläubiger:innen nun mit hohen Ausfällen rechnen. Im schlimmsten Fall droht ihnen sogar ein Totalausfall. Zur Erinnerung: Die Gläubiger:innen der Signa Holding meldeten Forderungen von mehr als 8,6 Milliarden Euro an (LEADERSNET berichtete).

Die Signa Holding machte den Auftakt zur Pleitenserie im Signa-Konzern. Sie meldete am 29. November 2023 als erste Insolvenz an. Kurze Zeit später folgten u.a. die Signa Prime und Development sowie weitere Gesellschaften und Tochterfirmen. 

www.signa.at

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