Spanische Bahn bestellt zu große Züge für ihre Tunnel

| Redaktion 
| 21.02.2023

Jetzt fahren erst mal weiter die alten Modelle – und es werden Konsequenzen gezogen.

Da hat sich wohl jemand verschätzt: Die spanische Staatsbahn Renfe hat 31 Züge bestellt, die sie nicht durch ihre Tunnel bekommt – für einen Gesamtwert von 258 Millionen Euro.

Der Fehler wird nach Behördenschätzung zu einer Verzögerung der Inbetriebnahme der neuen Züge um mindestens zwei Jahre auf 2026 führen. 

Posten zur Verfügung gestellt

Rund drei Wochen nach der Aufdeckung des Skandals trat Renfe-Präsident Isaías Táboas am Montag zurück, wie der staatliche Fernsehsender RTVE berichtete. Auch die Staatssekretärin im Transportministerium, Isabel Pardo, habe ihren Posten zur Verfügung gestellt. Transportministerin Raquel Sánchez nahm die Rücktritte am Abend Medienberichten zufolge an.

Obwohl die Bestellung bereits 2020 getätigt worden war, kam das spanische Zug-Debakel erst Ende Jänner durch einen Bericht der Regionalzeitung El Comercio ans Licht. Die Zentralregierung gab inzwischen den Fehler zu, beteuerte aber, dem:r Steuerzahler:in sei kein finanzieller Schaden entstanden, da die zu breiten Züge noch nicht gebaut worden seien. Nach verschiedenen Warnungen sei der gesamte Fertigungsprozess irgendwann gestoppt worden.

www.renfe.com

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