Auf Einladung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und den Geberit Geschäftsführern Guido Salentinig und Helmut Schwarzl trafen sich niederösterreichische Unternehmen aus der Baubranche beim Geberit-Werk in Pottenbrunn, um das Thema "Wohnen in der Zukunft" zu diskutieren.
Im Mittelpunkt standen die Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen vor dem Hintergrund der aktuellen Situation, die einiges an Unsicherheiten mit sich bringt. Der Einladung sind rund 30 Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen der Baubranche in Niederösterreich gefolgt. Zu den teilnehmenden Unternehmen zählten u.a. Alpenland, Elk Fertighaus, EVN, Salzer, Strabag, Traisenbau, Umdasch Group sowie Würth.
Klimaschutz, Fachkräftemangel, Ukraine-Krieg, etc.
Diskutiert wurde über den Klimaschutz, die Ressourcenverfügbarkeit, bis hin zur Bewältigung der Pandemie. Ein wichtiges Thema, das auch die Baubranche hart treffe, sei laut den Expert:innen der immer stärker werdende Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel. Überschattet wird die derzeitige Situation weiters von den Entwicklungen in der Ukraine.
Darüber dass die Bauwirtschaft ein wichtiger Treiber der Konjunktur und Förderer des Wohlstands und der Lebensqualität in Niederösterreich sei, waren sich die Teilnehmer:innen einig. Um das weiterhin sicherzustellen, benötige es Weitsicht, die Veränderungsbereitschaft und die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten. So sei das Wohnen am Land in Zeiten der Pandemie wieder attraktiver geworden.
"Wohnen muss leistbar sein"
Wie sich Niederösterreich diesen Themen annimmt und welche Maßnahmen die Landesregierung in Zusammenarbeit mit Expert:innen aus der Baubranche ausgearbeitet hat, erläuterte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrem Eingangsstatement. "Unser Ziel ist ganz klar, dass Wohnen leistbar sein muss und Niederösterreich in allen Regionen lebenswert sein muss", so Mikl-Leitner.
Guido Salentinig beleuchtete die Zukunft des Wohnens aus der Geberit Brille und sprach das Spannungsfeld zwischen der hohen Individualisierung am Bau und der erforderlichen Standardisierung, die für eine effiziente und erfolgreiche Bautätigkeit in Zukunft unerlässlich sein wird, an. Im Bereich der Sanitärtechnik würde Geberit bereits für alle Vorfertigungsgrade Lösungen anbieten. Salentinig appellierte an die Anwesenden: "Eine gute Kooperation aller am Bau Beteiligten – und zwar ab der Planungsphase - ist das Um und Auf für das Erzielen guter Resultate".
Helmut Schwarzl stellte in seinem Eingangsstatement im Bereich der industriellen Produktion ebenso ein verstärktes Spannungsfeld zwischen Standardisierung und Individualisierung fest, was für Produktionsbetriebe einen Spagat zwischen Massenfertigung und Variantenvielfalt bedeute. Um die Produktionsprozesse im entsprechenden Ausmaß zu flexibilisieren, benötige es sehr gut ausgebildete Mitarbeitende mit viel Know-how.
Persönliche Gespräche zum Ausklang
Im Anschluss an die Eingangsstatements diskutierten die Anwesenden über die angeführten Themen. Abschließend gab es noch persönliche Gespräche zwischen der Landeshauptfrau und den Teilnehmer:innen des Netzwerktreffens. (ts)
www.geberit.at
www.noe.gv.at
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