So geht es mit dem Lifeball weiter

Letzter Vorhang oder doch nicht – mit oder ohne Gery Keszler? Der aktuelle Status Quo.

Es war wohl eine der Schocknachrichten der letzten Wochen und Monate als Gery Keszler verkündete, dass der am vergangenen Wochenende stattgefundene 26. Lifeball unter dem Motto "United in Diversity" sogleich auch der letzte sein solle. Kaum jemand möchte – trotz all der abgesprungenen Sponsoren und Steitigkeiten – daran glauben, dass es das wirklich gewesen sein soll. 

Und kaum fiel der letzte Vorhang für den Lifeball, brodelt die Gerüchteküche: geht es vielleicht doch weiter? Aber wenn ja, wie und vor allem mit wem? Bürgermeister Michael Ludwig schürte in seiner Rede am Lifeball die Erwartungshaltungen weiter, auch am Red Carpet war man sich nicht sicher wie die Dinge stehen. Jeder wollte etwas gehört haben, keiner weiß genaueres. Am Dienstag versuchte sich die Krone in einem TV-Interview mit dem Society-Experten Norman Schenz in einer vorsichtigen Prognose.

Geht es weiter?

Seitens der Stadt Wien zeigt man sich bestrebt, das symbolträchtige Charity-Event weiterzuführen. Die Gespräche der Stadt mit Keszler – der nach wie vor die Markenrechte am Lifeball hält (angeblich bis mindestens 2027) – würden weiter andauern und man stehe der Möglichkeit einer fortbestehenden Zusammenarbeit offen. Man plane "auf jeden Fall mit Gery Keszler" so heißt es, in welcher Form halte man sich noch offen.

Die Verhandlungen könnten noch eine Weile andauern: "auf den ein oder anderen Tag mehr" komme es hier "auch nicht mehr an". Ein großer Hoffnungsschimmer nicht nur für alle Lifeballfans, Unterstützer der Lifeplus Organisation, Betroffener HIV-infizierter und Freunde des Spektakels aus der ganzen Welt. Der Lifeball war – und ist – eines der Wertschöpfungs-Zugpferde der heimischen Eventlandschaft und ein touristisches Aushängeschild Wiens und Österreichs in der ganzen Welt.

"Life Ball 2.0"

Nicht nur seitens der Stadt, auch von Ballvater Gery Keszler selbst wird die Glut am Leben erhalten um den Phönix wieder auferstehen zu lassen: "Es wird 1000-prozentig was Neues daraus entstehen. Aber in welcher Form wird sich noch weisen und es wird sich weisen, wer daran auch wirklich beteiligt sein wird“, erklärte Keszler in einem Gespräch mit dem Kurier. "Ich bin voll mit Dankbarkeit und erleichtert. Das war wirklich noch einmal auch international eine ganz starke Botschaft. Es wird Kräfte geben, die nicht einmal aus Wien kommen, die daraus etwas Großes und Neues entstehen lassen werden", legte er kryptisch nach.

Aktuelles Fazit: zu diesem Zeitpunkt scheinen sich alle Beteiligten einig zu sein, den Lifeball – oder zumindest sein Erbe und das ihm zugrunde liegende Gedankengut – weitertragen zu wollen. Der Lifeball wird also auferstehen – in welcher Form, das bleibt bis dato allerdings noch komplett offen. Fortsetzung folgt. (rb)

www.lifeplus.org

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