Staatsoper startet mit "Der Spieler" in die Herbst-Saison

| 05.10.2017

Feierlicher Premierenabend im Haus am Ring.


Mit der Neuproduktion "Der Spieler" beginnt der diesjährige Auftakt zum Premierenreigen an der Wiener Staatsoper: Die erste Eigenproduktion Sergej Prokofjews Oper feierte im Haus am Ring eine glanzvolle Uraufführung. Das Stück wurde bisher nur als Gastspiel des Nationaltheaters Belgrad im Jahr 1964 auf der traditionsreichen Bühne der Staatsoper gezeigt.

Analytische Oper mit prägnanter Musik

Basierend auf Dostojewskis autobiografisch gefärbten Roman von 1867 schuf Prokofjew mit "Der Spieler" während des Ersten Weltkriegs eine analytische Oper mit prägnanter Musik und unverwechselbarem Stil: Die Handlung, versetzt in den fiktiven Ort Roulettenburg und behandelt vor allem die Themen Geld und Liebe sowie Spielsucht, Verzweiflung und große Erwartungen. Dabei tummeln sich reiche Großmütter als auch arme Generäle in vier turbulenten Akten auf der Bühne.

Unter der musikalischen Leitung von Simone Young und der Regiearbeit der österreichischen Regisseurin Karoline Gruber präsentiert sich die Neuadaption als Welt rund um ein Ringelspiel: Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach sowie Bühnenbildner Roy Spahn und Kostümdesignerin Mechthild Seipel schufen dabei den perfekten Rahmen für das Rollendebüt der hochkarätigen Premierensänger.

Debüt für Sopranistin Elena Guseva

Als Polina gab Sopranistin Elena Guseva ihr Debüt im Haus am Ring, den Alexej verkörperte der ukrainische Tenor Misha Didyk. die kalifornische Sopranistin Linda Watson sang die Babulenka, den General gab statt Dan Paul Dumitrescu der russische Bass Dmitry Ulyanov. Die übrigen Hauptrollen verkörperten die Ensemblemitglieder Thomas Ebenstein als Marquis, Elena Maximova als Blanche Morten, Frank Larsen als Mr. Astley, Pavel Kolgatin als Fürst Nilsky, Marcus Pelz als Baron Wurmerhelm, Clemens Unterreiner als Potapitsch und Alexandru Moisiuc als Casino-Direktor.

www.wiener-staatsoper.at

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