Schlecker-Familie hat angeblich 26 Millionen Euro beiseite geschafft

Ex-Drogerie-König steht bald vor Gericht.

Fünf Jahre nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker wird dem ehemaligen Inhaber Anton Schlecker und seiner Familie der Prozess gemacht. Die Behörden werfen dem Schlecker-Clan vor, in Dutzenden Fällen Vermögen zur Seite geschafft zu haben. Angeblich sollen sie mehr als 26 Millionen Euro dem Zugriff der Gläubiger entzogen haben. Allein 16 Millionen Euro sollen demnach dem Zugriff der Gläubiger entzogen worden sein, indem Anton Schlecker sie durch überteuerte Verträge mit dem Logistikunternehmen LDG an seine Kinder verschob, schreibt die Wirtschaftswoche.

Schleckers Anwalt Norbert Scharf sagte dem Blatt, die in der Anklageschrift aufgeworfenen Fragen „betreffen einen umfangreichen, komplexen und rechtlich schwer einzuordnenden Sachverhalt aus der Historie der Firma“. Schlecker war auch in Österreich präsent. Nach der Pleite wurden die Filialen von der neu gegründeten Firma dayli übernommen, die aber nach kurzer Zeit von der Bildfläche verschwand. (jw)

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