Vernetzte Sicherheitskonzepte
Securitas setzt bei Sicherheit auf KI und den Faktor Mensch

Sensoren, Videoanalyse und vernetzte Systeme sollen Risiken in Filialen früher erkennen und Sicherheitskräfte gezielter unterstützen. Securitas sieht dabei vor allem in der intelligenten Verknüpfung von Daten großes Potenzial.

Eine Lebensmittelfiliale stellt andere Sicherheitsanforderungen als ein Modegeschäft. Und selbst innerhalb einer Handelskette unterscheiden sich die Risiken je nach Standort, Kundenfrequenz, Sortiment und technischer Ausstattung. Dazu kommt, dass längst nicht mehr nur Diebstahl im Fokus steht. Auch Kühltechnik, Lager, Warenübernahme oder Zutrittssysteme können zu sicherheitsrelevanten Bereichen werden.

Mit diesen unterschiedlichen Anforderungen beschäftigt sich Securitas. Der international tätige Sicherheitsdienstleister bietet neben klassischen Sicherheitsdiensten auch technische Lösungen und Beratung an. Birgit Hager von Securitas sieht einen gemeinsamen Sicherheitsrahmen als Basis, der an die Anforderungen der jeweiligen Filiale angepasst werden muss.

Unterschiedliche Risiken im Supermarkt

Im Lebensmittelhandel kommen besonders viele Sicherheitsbereiche zusammen. Verkaufsfläche, Self-Checkout, Kühlzonen, Lager, Technikräume und Warenübernahme stellen jeweils andere Anforderungen. Im Verkaufsraum geht es etwa darum, Diebstahl und andere Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. In Kühlbereichen können hingegen technische Störungen erhebliche Warenverluste verursachen.

Eine immer größere Rolle spielt dabei die Vernetzung vorhandener Systeme. Statt nur auf einzelne Alarme oder Vorfälle zu reagieren, lassen sich Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen. Häufen sich Verluste zu bestimmten Tageszeiten oder treten in einzelnen Bereichen wiederholt Auffälligkeiten auf, können Händler:innen ihre Kontrollen und den Einsatz von Sicherheitspersonal entsprechend anpassen.

Wenn Systeme miteinander sprechen

Videoanalyse, Zutrittssysteme und Sensoren liefern dafür zusätzliche Informationen. Entscheidend ist laut Securitas, diese Daten nicht isoliert zu betrachten. Meldet beispielsweise die Kühlung nach Ladenschluss einen Temperaturanstieg und wird gleichzeitig eine Lagertür geöffnet, ergibt sich erst durch die Verknüpfung beider Ereignisse ein vollständigeres Bild.

Damit steigen allerdings auch die organisatorischen Anforderungen. Händler:innen müssen festlegen, wer einen Alarm bewertet, wer reagieren darf und wann externe Sicherheitskräfte eingeschaltet werden.

Der Mensch bleibt entscheidend

Mehr Technik bedeutet deshalb nicht automatisch weniger Personal. Mitarbeiter:innen und Sicherheitskräfte bleiben nach Einschätzung von Securitas zentral, weil sie ungewöhnliche Situationen erkennen, Konflikte beurteilen und eingreifen können.

Das gilt auch für die Logistik. Besonders bei hochwertigen oder kühlpflichtigen Produkten müssen Warenübergabe, Zutritt und Temperaturüberwachung zuverlässig funktionieren. Fehler können hier nicht nur durch Diebstahl, sondern auch durch falsche Dateneingaben oder unklare Zuständigkeiten entstehen.

KI sucht nach Mustern

Der nächste Entwicklungsschritt liegt in der stärkeren Vernetzung dieser Systeme. Informationen aus Zutrittskontrollen, Sensoren und gemeldeten Vorfällen können zentral zusammenlaufen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und Bereiche zu identifizieren, die genauer überprüft werden sollten.

Für den Handel könnte Sicherheit damit zunehmend präventiv statt ausschließlich reaktiv funktionieren. Die Bewertung konkreter Situationen und die daraus folgenden Entscheidungen bleiben aber auch in stärker digitalisierten Sicherheitskonzepten eine menschliche Aufgabe.

www.securitas.at

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