Fotos des FMP Talks #68
Warum Marketingverantwortliche auf stärkere Agenturpartnerschaften setzen

Beim FMP Talk diskutierten Vertreter:innen namhafter Unternehmen über steigende Anforderungen, knappe Budgets und den Einfluss künstlicher Intelligenz. 

Steigende Anforderungen, begrenzte Budgets und der technologische Wandel stellen Marketingabteilungen und ihre Agenturpartner vor neue Herausforderungen. Welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die Zusammenarbeit haben und welche Kompetenzen künftig besonders gefragt sind, stand im Mittelpunkt des FMP Talks #68 in der Wiener Labstelle. Unter der Moderation von Alexander Oswald (Futura GmbH) diskutierten Valerie Brugger (Wiener Städtische Versicherung), Julia Hrabal (Manner), John Oakley (IKEA Österreich) und Tobias Taucher (Österreichische Post) über veränderte Erwartungen an Agenturen und die Bedeutung langfristiger Kooperationen.

Engere Zusammenarbeit statt zahlreicher Dienstleister

Ein zentrales Thema der Gesprächsrunde war die Anzahl der Agenturen, mit denen Unternehmen zusammenarbeiten. Dabei zeigte sich, dass viele Marketingverantwortliche eine geringere Zahl an Dienstleistern bevorzugen, dafür jedoch auf eine intensivere Kooperation setzen.

Von Agenturen werde zunehmend erwartet, dass sie sich eingehend mit den Unternehmen und deren Herausforderungen auseinandersetzen. Neben der Erbringung vereinbarter Leistungen seien auch eigenständiges Mitdenken und die Bereitschaft gefragt, bestehende Vorgehensweisen kritisch zu hinterfragen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit beruhe demnach auf gegenseitigem Vertrauen und einem partnerschaftlichen Verhältnis.

Wachsende Aufgaben bei stagnierenden Budgets

Auch die zunehmende Belastung der Marketingabteilungen wurde thematisiert. Während die finanziellen Mittel in vielen Fällen gleich blieben oder zurückgingen, nähmen sowohl die Anforderungen als auch die Zahl der zu betreuenden Kommunikationskanäle zu.

Vor diesem Hintergrund würden klare Prioritäten und Entscheidungen auf Basis von Daten immer wichtiger. Gleichzeitig brauche es eine stärkere Abstimmung zwischen den verschiedenen Bereichen der Marketingkommunikation. Insbesondere Media, Kreation und weitere Disziplinen müssten enger zusammenarbeiten, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Künstliche Intelligenz verändert die Anforderungen an Agenturen

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf den Auswirkungen künstlicher Intelligenz und automatisierter Prozesse. Durch den zunehmenden Einsatz dieser Technologien veränderten sich vor allem operative Tätigkeiten. Die Bedeutung von Agenturen werde dadurch jedoch nicht grundsätzlich infrage gestellt.

Vielmehr gewännen strategische Beratung, kreative Kompetenz und menschliches Fachwissen weiter an Stellenwert. Valerie Brugger von der Wiener Städtischen Versicherung betonte in diesem Zusammenhang: "Je mehr KI und Automatisierung operative Aufgaben übernehmen, desto wichtiger wird der echte Mehrwert von Mediaagenturen: strategische Beratung, gemeinsames Lernen und der Mut, Marken auch einmal zu widersprechen."

Darüber hinaus sprach sich Brugger für mehr Offenheit im Umgang mit Daten, Leistungen und Kosten aus. Die künftige Zusammenarbeit müsse partnerschaftlicher gestaltet werden und zugleich besser messbar und nachvollziehbar sein.

Vertrauen und Transparenz als Grundlage künftiger Kooperationen

Als wesentliches Ergebnis der Veranstaltung wurde die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen hervorgehoben. Statt möglichst viele unterschiedliche Dienstleister einzubinden, komme es laut den Expert:innen vor allem darauf an, tragfähige Beziehungen aufzubauen und die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Fachbereichen zu verbessern.

Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie sich hier machen. 

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