Mit der Eröffnung einer neuen Filiale in Saalfelden ist der Werkzeugfachhändler nun an 39 Standorten in Österreich vertreten. Neben persönlicher Beratung gewinnen moderne Technologien zunehmend an Bedeutung. LEADERSNET.tv sprach mit den Verantwortlichen über die Bedeutung des neuen Standorts, aktuelle Produkttrends und die Zukunft der Akkutechnologie.
Der österreichische Werkzeugfachhändler Zgonc setzt seine Expansion fort und eröffnete im Salzburger Saalfelden eine weitere Niederlassung. Damit betreibt das Wiener Traditionsunternehmen österreichweit 39 Filialen, zwei davon im Bundesland Salzburg. Mit dem neuen Standort möchte Zgonc seine Erreichbarkeit in der Region verbessern und das Angebot an Werkzeugen, Maschinen und Gartengeräten einem größeren Kundenkreis zugänglich machen.
Zur Bedeutung des neuen Standorts äußerte sich Zgonc-Verkaufsleiter Wilhelm Breitseher gegenüber LEADERSNET.tv. Saalfelden sei für das Unternehmen ein wichtiger Schritt, um mit dem Fachmarktangebot näher an die Kund:innen heranzurücken. Ziel sei es, möglichst viele zufriedene Kund:innen zu gewinnen und den Standort langfristig erfolgreich zu etablieren.
Weitere Standorte in Westösterreich denkbar
Die Eröffnung in Saalfelden ist Teil der langfristigen Wachstumsstrategie. Vor allem im Westen Österreichs sieht Zgonc noch Möglichkeiten, das bestehende Filialnetz zu erweitern. Ausschlaggebend für neue Niederlassungen seien ein attraktives Einzugsgebiet und eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive.
"Wir wollen unsere Präsenz in Österreich gezielt ausbauen und sehen gerade im Westen noch einige weiße Flecken auf der Landkarte", sagt Zgonc-Geschäftsführer Michael Dockal.
Obwohl weitere Standorte grundsätzlich infrage kämen, gebe es derzeit keine konkreten Expansionspläne. Das Unternehmen lege Wert auf ein kontrolliertes Wachstum und finanziere sämtliche Investitionen aus eigenen Mitteln. Neue Eröffnungen seien somit auch von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.
Umsatzentwicklung von Marktumfeld und Wetter beeinflusst
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26, das von Oktober 2025 bis September 2026 dauerte, erzielte Zgonc einen Umsatz von rund 122 Millionen Euro. Im Jahr davor waren es noch 127 Millionen Euro gewesen. Österreichweit beschäftigt das Unternehmen rund 600 Mitarbeiter:innen.
Neben den allgemeinen Herausforderungen im stationären Handel wirkte sich laut Zgonc insbesondere der heiße Sommer auf das Geschäft aus. Die hohen Temperaturen hätten die Nachfrage nach Gartengeräten gedämpft.
"Wenn kaum Rasen wächst, werden auch weniger Gartengeräte gebraucht. Solche Wetterextreme spüren wir natürlich im Geschäft", so Dockal.
Ungeachtet dieser Entwicklung verzeichnet das Unternehmen in einzelnen Produktbereichen eine anhaltend hohe Nachfrage. Dazu zählen insbesondere akkubetriebene Maschinen sowie automatisierte Lösungen für die Garten- und Poolpflege.
Akkutechnologie verändert das Sortiment
Auch Verkaufsleiter Wilhelm Breitseher beobachtet Veränderungen bei den Anforderungen der Kund:innen. Gegenüber LEADERSNET.tv erklärte er, dass immer mehr Anwendungen auf Akkutechnologie umgestellt würden. Vor allem bei Arbeiten im Garten biete diese Technologie mehr Bewegungsfreiheit, da keine langen Stromkabel benötigt würden.
Breitseher verwies dabei auf das Beispiel des Heckenschneidens auf größeren Grundstücken. Statt ein Kabel über mehrere Hundert Meter durch den Garten zu führen, könne das entsprechende Gerät direkt mit einem Akku betrieben werden.
Zunehmend wichtig werde außerdem die Kompatibilität unterschiedlicher Maschinen innerhalb eines Akkusystems. Kund:innen würden verstärkt darauf achten, mit einer einzigen Akkuplattform möglichst viele Geräte nutzen zu können. Als Beispiel nannte Breitseher Einhell, dessen System mehr als 350 Geräte unterstütze. Auch Makita und Bosch seien mit entsprechenden Produkten im Sortiment vertreten.
Neben diesen Entwicklungen zählen Mäh- und Poolroboter zu den umsatzstarken Produktgruppen. Zgonc sieht in der zunehmenden Elektrifizierung und Automatisierung langfristig weiteres Wachstumspotenzial.
Persönliche Beratung bleibt wichtiger Bestandteil
Trotz der technischen Veränderungen und der zunehmenden Bedeutung digitaler Vertriebskanäle hält Zgonc am stationären Fachhandel fest. Das Unternehmen setzt weiterhin darauf, dass Kund:innen unterschiedliche Produkte direkt vergleichen und sich vor dem Kauf beraten lassen können.
"Unser Ziel ist nicht, einfach nur ein Gerät zu verkaufen. Wir wollen, dass unsere Kund:innen genau das Werkzeug bekommen, das sie für ihre Arbeit tatsächlich brauchen", betont Dockal.
Wie sich stationärer Handel und Onlinegeschäft ergänzen können, zeige sich beispielsweise beim Click-&-Collect-Service. Dabei komme es immer wieder vor, dass sich Kund:innen nach einem Beratungsgespräch bei der Abholung für ein anderes, besser geeignetes Produkt entscheiden.
Parallel dazu soll der digitale Vertrieb weiter ausgebaut werden. Mit einer kürzlich modernisierten Website samt Webshop strebt Zgonc an, den Onlineanteil innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre auf rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes zu erhöhen. Besonders nachgefragt würden online Aktionsangebote und Exklusivmarken.
Gewerbliche Kunden gewinnen an Bedeutung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Geschäft mit Handwerks- und Gewerbebetrieben. Die vor zwei Jahren eingeführte Gewerbekundenkarte wird mittlerweile von rund 25.000 Betrieben genutzt. Mittelfristig möchte Zgonc diese Zahl verdoppeln.
Dafür bietet der Werkzeugfachhändler speziell abgestimmte Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen an. Dazu zählen unter anderem Kfz-Werkstätten, Schlossereien und weitere Handwerksbetriebe. Damit soll das Geschäft mit gewerblichen Abnehmern zusätzlich gestärkt werden.
Langjährige Partnerschaft und gemeinsame Werte
Auch Ski-Legende und Zgonc-Markenbotschafter Hans Knauß kam im Rahmen der Neueröffnung gegenüber LEADERSNET.tv zu Wort. Er sprach über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Werkzeughändler, die einst mit zahlreichen Radiospots begonnen habe. "Wir passen einfach perfekt zusammen. Ich bin ein Hobbyhandwerker, würde ich sagen", erklärte Knauß.
Besonders schätze er die Arbeitsweise und die fachliche Kompetenz des Teams. Dabei zog er Parallelen zu seiner aktiven Zeit im Skisport. Auch dort sei es für ihn entscheidend gewesen, auf jedes Detail zu achten, vollen Einsatz zu zeigen und das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.
"Und Zgonc, alle Mitarbeiter:innen, das ganze Team, das sind Profis in ihrem Gebiet und das gefällt mir. Das verbindet uns einfach schon seit eh und je", so Knauß abschließend.
Interviewpartner
Was Wilhelm Breitseher (Verkaufsleiter, Zgonc) und Hans Knauß (Ski-Legende & Zgonc-Markenbotschafter) noch sagen, sehen Sie in unserem Video.
Einen Eindruck von der Eröffnung können Sie sich hier machen.
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