Kreditgeschäft boomt
Erste Group schraubt Jahresziele nach oben

| Tobias Seifried 
| 01.11.2026

Die Bankengruppe hat in den ersten neun Monaten 2026 sowohl bei Krediten als auch bei Einlagen deutlich zugelegt. Auch die Integration der polnischen Tochter trägt zum Anstieg bei – und die nächste Übernahmeetappe rückt näher.

Die Erste Group hat ihren Wachstumskurs in den ersten neun Monaten 2026 fortgesetzt und ihre Jahresprognose erneut angehoben. Wie die Bankengruppe am Freitag im Rahmen einer Präsentation verkündete, stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Ohne die neu konsolidierte Erste Bank Polska betrug das Gewinnplus demnach 7,9 Prozent. Beim Kreditvolumen ging es einschließlich Polen seit Jahresbeginn um knapp 24 Prozent auf 287,4 Milliarden Euro hinauf, die Kundeneinlagen legten um 28,1 Prozent auf 324,1 Milliarden Euro zu.

Auch auf vergleichbarer Basis, also ohne das polnische Geschäft, verzeichnete die Erste Group laut eigenen Angaben Zuwächse. Die Kredite stiegen um 5,8 Prozent, die Einlagen um 4,5 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Kreditgeschäft in Österreich, Tschechien und Ungarn.

Kreditgeschäft und Wertpapiersparen legen zu

In den ersten neun Monaten vergab die Erste Group ohne Polen rund 85.000 neue Wohnbaukredite sowie mehr als 28.500 Investitionskredite an Unternehmen. Auch das Wertpapiergeschäft entwickelte sich positiv: Die Zahl der Wertpapiersparpläne stieg seit Jahresbeginn um 16,6 Prozent auf 2,3 Millionen.

Die Betriebserträge erhöhten sich einschließlich Polen um 40,1 Prozent auf zwölf Milliarden Euro, das Betriebsergebnis legte um 49,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 44 Prozent.

"Unsere starke operative Entwicklung spiegelt die Qualität unserer Kundenbeziehungen wider und stärkt unsere Ertrags- und Kapitalbasis. Damit erhöhen wir die finanzielle Flexibilität, Wachstumschancen in unseren Kernmärkten, einschließlich Polen, zu verfolgen", erklärt Stefan Dörfler, Finanzvorstand der Erste Group.

Polen-Expansion geht in die nächste Phase

Die Integration der Erste Bank Polska verläuft laut Konzern planmäßig. Gleichzeitig hat die Erste Group die aufsichtsrechtliche Genehmigung erhalten, ihre bisherige Beteiligung von 49 Prozent auf mehr als 50 Prozent aufzustocken. Das freiwillige Übernahmeangebot soll am 2. November starten, die Annahmefrist einen Tag später beginnen. Angestrebt wird eine Beteiligung von höchstens 75 Prozent.

Für das Gesamtjahr erwartet die Bankengruppe nun ein Kreditvolumen von mehr als 290 Milliarden Euro. Auch die Prognosen für Zins- und Provisionsüberschuss wurden angehoben.

"Zentraleuropa hat das Potenzial, auch künftig einer der stärksten Wachstumsmotoren Europas zu sein. Unser Ziel, das Kreditvolumen auf mehr als 290 Milliarden Euro zu steigern, ist Ausdruck unseres Vertrauens in die wirtschaftliche Stärke und Zukunft der Region", sagte Peter Bosek, CEO der Erste Group.

www.erstegroup.com

Kennzahlen der Erste Group (Q1 - Q3 2026)

  • Nettogewinn: 3,1 Milliarden Euro (+20,6 Prozent)

  • Betriebserträge: 12,0 Milliarden Euro (+40,1 Prozent)

  • Betriebsergebnis: 6,7 Milliarden Euro (+49,1 Prozent)

  • Zinsüberschuss: 8,3 Milliarden Euro (+43,4 Prozent)

  • Provisionsüberschuss: 2,9 Milliarden Euro (+24,0 Prozent)

  • Kreditvolumen: 287,4 Milliarden Euro (+23,9 Prozent seit Jahresbeginn)

  • Kundeneinlagen: 324,1 Milliarden Euro (+28,1 Prozent seit Jahresbeginn)

  • Verwaltetes Vermögen: 120,3 Milliarden Euro

  • Eigenkapitalrendite (ROTE): 20,9 Prozent

  • Quote notleidender Kredite (NPL): 2,3 Prozent

  • Harte Kernkapitalquote (CET1): 15,0 Prozent (pro forma)

  • Kreditvolumen – Jahresziel 2026: mehr als 290 Milliarden Euro

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Kennzahlen der Erste Group (Q1 - Q3 2026)

  • Nettogewinn: 3,1 Milliarden Euro (+20,6 Prozent)

  • Betriebserträge: 12,0 Milliarden Euro (+40,1 Prozent)

  • Betriebsergebnis: 6,7 Milliarden Euro (+49,1 Prozent)

  • Zinsüberschuss: 8,3 Milliarden Euro (+43,4 Prozent)

  • Provisionsüberschuss: 2,9 Milliarden Euro (+24,0 Prozent)

  • Kreditvolumen: 287,4 Milliarden Euro (+23,9 Prozent seit Jahresbeginn)

  • Kundeneinlagen: 324,1 Milliarden Euro (+28,1 Prozent seit Jahresbeginn)

  • Verwaltetes Vermögen: 120,3 Milliarden Euro

  • Eigenkapitalrendite (ROTE): 20,9 Prozent

  • Quote notleidender Kredite (NPL): 2,3 Prozent

  • Harte Kernkapitalquote (CET1): 15,0 Prozent (pro forma)

  • Kreditvolumen – Jahresziel 2026: mehr als 290 Milliarden Euro

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