Gläubiger fordern Millionen
QimiQ kämpft ums Überleben – Investor könnte Familienbetrieb noch retten

| Tobias Seifried 
| 07.07.2026

Für den insolventen Sahnehersteller gibt es einen Hoffnungsschimmer. Bei der Prüfungstagsatzung wurde bekannt, dass Gespräche mit einem potenziellen Geldgeber laufen. Die Gläubiger:innen fordern indes mehrere Millionen Euro.

Für die insolvente QimiQ Handels GmbH gibt es im laufenden Sanierungsverfahren (LEADERSNET berichtete) einen Hoffnungsschimmer. Bei der ersten am Landesgericht Salzburg abgehaltenen Prüfungstagsatzung wurde die ursprünglich ebenfalls vorgesehene Sanierungsplantagsatzung auf den 6. August verschoben. Grund dafür sind laut KSV1870 laufende Verhandlungen mit einem potenziellen Investor, die noch nicht abgeschlossen sind.

Fast 200 Gläubiger:innen meldeten Forderungen an

Bis Anfang Juli haben 195 Gläubiger:innen Forderungen in Höhe von insgesamt rund 6,3 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden nach Angaben von KSV1870 und AKV Forderungen von rund 4,2 Millionen Euro anerkannt. Weitere rund 2,1 Millionen Euro gelten vorerst als bestritten.

Sanierungsplan bleibt vorerst unverändert

Das Familienunternehmen wird derzeit fortgeführt und strebt weiterhin eine Sanierung an. Der vorliegende Sanierungsplan sieht unverändert eine Quote von 20 Prozent vor, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans bezahlt werden soll.

Entscheidung fällt Anfang August

Ob die Gläubiger:innen letztlich über den bestehenden oder einen verbesserten Sanierungsplan abstimmen werden, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden. Laut AKV wurde die Tagsatzung auf Antrag von Qimiq verschoben, um den Gläubiger:innen gegebenenfalls einen verbesserten beziehungsweise modifizierten Sanierungsplan vorlegen zu können. Nach Angaben des KSV1870 sollen bis dahin auch die Gespräche mit dem in Aussicht stehenden Investor abgeschlossen werden. Die Fortsetzung des Verfahrens ist für den 6. August am Landesgericht Salzburg angesetzt.

www.ksv.at

www.akv.at

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