Großprojekt verdoppelt Kapazitäten
dm baut Verteilzentrum um 230 Millionen Euro in Oberösterreich

| Redaktion 
| 17.05.2026

Mit dem neuen Standort in Kronstorf investiert die Drogeriekette massiv in den Ausbau seiner Logistik. Das Projekt gilt als die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Mit dem neuen Verteilzentrum im oberösterreichischen Kronstorf erweitert dm seine bestehende Logistikstruktur rund um den Standort Enns massiv. Insgesamt investiert der heimische Drogerie-Marktführer 230 Millionen Euro, verdoppelt damit seine Logistikkapazitäten in Österreich und wird damit auch direkter Nachbar von Googles ebenfalls im Bau befindlichem Rechenzentrum (LEADERSNET berichtete). 

"Wir schaffen damit Ressourcen, um dem anhaltend steigenden Zuspruch unserer Kund:innen nachkommen zu können", erklärt Harald Bauer, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung. Allein im vergangenen Jahr wurden laut Unternehmen 375 Millionen Produkte bei dm Österreich verkauft, ein Plus von 5,7 Prozent. Gleichzeitig sieht Bauer die Investition auch als klares Bekenntnis zum Standort Österreich: "Wir haben uns trotzdem so und nicht anders entschieden – als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich."

Automatisierung trifft auf menschliche Arbeit

Das neue Verteilzentrum soll künftig rund 385 Millionen Produkte jährlich abwickeln können. Herzstück der Anlage wird ein hochautomatisiertes Kleinteile-Shuttlelager mit rund 260.000 Stellplätzen sein. Ergänzt wird die Logistik durch autonome Transportsysteme sowie robotergestützte Prozesse.

Trotz hoher Automatisierung bleibt der Faktor Mensch laut dm zentral. Nach dem Hochlauf sollen am Standort rund 300 Mitarbeitende beschäftigt werden. "Die Mitarbeitenden können sich auf wertschöpfende Prozesse konzentrieren und werden von reinen Transportaufgaben entlastet", sagt Logistikchef Patrick Aichinger.

Holzbau und Biodiversität im Fokus

Gleichzeitig möchte dm das Projekt bewusst als ökologisches Vorzeigeprojekt positionieren. Große Teile des Gebäudes entstehen in Holzbauweise, mehr als 4.600 Photovoltaik-Module liefern erneuerbare Energie. Rund 30 Prozent der Fläche bleiben unversiegelt, zusätzlich entstehen Grünflächen, Biotope und mehr als 100 neue Bäume. "Wir setzen überall dort auf Holz, wo es technisch sinnvoll ist", erklärt dm-Geschäftsführer Thomas Köck. Ziel sei es, den CO2-Fußabdruck der Logistik deutlich zu reduzieren.

www.dm.at

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