Payment & E-Commerce
Bereits neun von zehn Österreichern kaufen online ein

Online-Shopping ist endgültig im Alltag angekommen. Laut dem aktuellen Payment Report von Nexi und Handelsverband kaufen bereits neun von zehn Österreicher:innen online ein. Besonders auffällig: Das Smartphone entwickelt sich zunehmend zum zentralen Einkaufs- und Zahlungsmittel.

Der digitale Handel in Österreich hat eine neue Phase erreicht. Online-Einkäufe sind längst kein Nischenthema mehr, sondern über alle Altersgruppen hinweg fest etabliert. Laut aktuellem Payment Report 2025 des PayTech-Unternehmens Nexi und des Handelsverbands kaufen bereits 90 Prozent der Österreicher:innen online ein.

Besonders dynamisch entwickelt sich dabei das Smartphone. Für 65 Prozent der Konsument:innen ist das Handy mittlerweile das wichtigste Gerät beim Online-Shopping. Gleichzeitig wächst auch die Nutzung mobiler Bezahlmethoden im stationären Handel. Bereits 38 Prozent bezahlen im Geschäft regelmäßig mit dem Smartphone, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 73 Prozent. "Der österreichische Payment-Markt hat eine hohe digitale Reife erreicht. Entscheidend ist heute, wie einfach, schnell und zuverlässig digitale Prozesse im Alltag funktionieren", sagt Damir Leko, Country General Manager von Nexi Österreich.

Einfachheit schlägt Technologie-Spielerei

Die Studie zeigt klar: Konsument:innen suchen keine möglichst komplexen Technologien, sondern reibungslose Abläufe. Bei der Wahl der Zahlungsmethoden stehen Einfachheit, Geschwindigkeit und Sicherheit im Vordergrund. Der österreichische Markt gilt dabei als digital fortgeschritten, gleichzeitig aber auch als pragmatisch. Kund:innen setzen weiterhin stark auf etablierte und vertraute Zahlungsmethoden wie Debit- und Kreditkarten. Alternative Modelle ergänzen das Angebot, dominieren den Markt aber nicht. "Wer Reibung im Zahlungsprozess reduziert, stärkt nicht nur den Abschluss, sondern auch die langfristige Kundenbindung", so Leko.

Auch der Handelsverband sieht eine klare Entwicklung. "Mit einer Durchdringung von 90 Prozent über alle Altersgruppen hinweg ist der digitale Einkauf in Österreich mittlerweile fest verankert", erklärt Geschäftsführer Rainer Will. Besonders bei jüngeren Zielgruppen werde Mobile First zunehmend zur Grundvoraussetzung. "Der Onlinehandel bleibt auf der wirtschaftlichen Überholspur und das Smartphone der Überflieger", so Will weiter.

Vom Modekauf zum digitalen Alltag

Inhaltlich verändert sich auch das Einkaufsverhalten. Online-Shopping entwickelt sich zunehmend vom klassischen Modekauf hin zu alltäglichen Bedarfskategorien. Bekleidung bleibt zwar mit 45 Prozent die wichtigste Produktgruppe, gleichzeitig gewinnen Lebensmittel, Beauty-Produkte und Dienstleistungen stark an Bedeutung. Besonders dynamisch wachsen digitale Services wie Versicherungen oder Streaming-Angebote. Gleichzeitig bleiben bestimmte Bereiche weiterhin stark stationär geprägt. Gastronomie, Cafés oder Fast-Food-Angebote werden überwiegend vor Ort konsumiert, auch wenn digitale Zahlungsformen dort zunehmend selbstverständlich werden.

Interessant ist zudem die österreichische Besonderheit beim Bezahlen: Trotz aller Digitalisierung bleibt Bargeld stabil und macht weiterhin rund 40 Prozent aller Zahlungen aus. Österreich setzt damit nicht auf radikale Verdrängung, sondern auf Koexistenz. Parallel steigt auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im E-Commerce. Konsument:innen erwarten zunehmend abfallarme Verpackungen, effizientere Lieferketten und nachhaltige Rückgabeprozesse. Oder anders gesagt: Der digitale Warenkorb wächst weiter, aber das Bargeld darf in Österreich trotzdem noch mitfahren.

Zum Download des vollständigen Payment-Reports geht es hier.

www.handelsverband.at

www.nexi.at

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