Konkursverfahren
Mediashop Insolvenz bringt Forderungen in Millionenhöhe zutage

| Redaktion 
| 10.05.2026

Rund 31 Millionen Euro an Forderungen wurden im Konkursverfahren bislang angemeldet. Die Zukunft des Teleshopping-Unternehmens könnte nun auch davon abhängen, ob ein Verkauf an eine heimische Investorengruppe gelingt.

Ende Februar hatte die Mediashop GmbH beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt (LEADERSNET berichtete). Mitte März folgte jedoch die nächste Hiobsbotschaft: So teilte die Kanzlei Kosch & Partner Rechtsanwälte mit, dass Mediashop den Sanierungsplanantrag zurückgezogen hat (LEADERSNET berichtete). Damit wurde aus dem ursprünglich angestrebten Sanierungsverfahren letztlich ein Konkursverfahren.

Forderungen in Millionenhöhe

Wie der Kreditschutzverband KSV1870 berichtet, fand nun vergangenen Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt die Prüfungstagsatzung rund um den in Neunkirchen ansässigen Teleshopping-Anbieter statt. Die bisher eingelangten Gläubigerforderungen summieren sich demnach auf rund 31 Millionen Euro. Knapp zwei Drittel davon, nämlich etwa 19 Millionen Euro, wurden vom Insolvenzverwalter bereits anerkannt. Weitere rund zwölf Millionen Euro wurden vorerst bestritten.

Mögliche Übernahme und schlankere Ausrichtung

Nach dem Rückzug des Sanierungsplanantrags wird die Zukunft des Unternehmens nun im Rahmen eines Konkursverfahrens geklärt. Dabei steht insbesondere die Frage im Raum, ob und in welcher Form der Betrieb verkauft beziehungsweise weitergeführt werden kann.

Bereits Mitte April hatte der Gläubigerschützer Creditreform berichtet, dass eine heimische Investorengruppe an einer Übernahme des insolventen Unternehmens interessiert sei. Zum Start einer möglichen Fortführung wäre laut damaligen Angaben nur ein deutlich verkleinertes Kernteam vorgesehen gewesen. Von den ursprünglich 162 Beschäftigten hätten zunächst 30 weiterbeschäftigt werden sollen, später könnte die Belegschaft wieder wachsen.

Laut Medienberichten soll es sich bei dem Konsortium um eine österreichische Investorengruppe rund um Manager Patrick Schenner handeln. Strategisch dürfte Mediashop künftig deutlich schlanker aufgestellt werden. Statt wie bisher auf zahlreiche internationale Märkte zu setzen, soll der Fokus künftig stärker auf der DACH-Region liegen. Und auch die mediale Präsenz soll offenbar deutlich zurückgefahren werden: Statt einer Ausspielung auf 172 TV-Kanälen wäre künftig nur noch ein Netz von maximal 30 Sendern vorgesehen.

Mediashop wurde 1999 gegründet und vertreibt Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty und Lifestyle. Das Unternehmen war über Jahre hinweg vor allem durch seine Teleshopping-Präsenz bekannt. 

www.ksv.at

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