Auf Einladung von LH Mikl-Leitner
Kunstschaffende diskutieren über Niederösterreichs Kulturzukunft

Auf Einladung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner diskutierten am Montagabend Akteur:innen der Kunst- und Kulturbranche über aktuelle Themen und Herausforderungen ihrer Arbeitswelt. 

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner lud am Montagabend, dem 27. April 2026, eine Vielzahl an Kunst- und Kulturschaffenden in die Albertina Klosterneuburg, um sich gemeinsam über aktuelle Hürden der Branche auszutauschen. 

Wiedereröffnung nach acht Jahren

Die Landeshauptfrau betonte die Bedeutung des Standorts, für den man "wahrlich gekämpft" habe. Nach acht Jahren Leerstand sei das Haus nun wieder ein lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst – "ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der niederösterreichischen Kulturlandschaft", so Mikl-Leitner. Man betrachte die Wiedereröffnung als zentrales Element im nationalen Gefüge "und zugleich als bedeutende Aufwertung für Niederösterreich, das bereits rund 800 Museen umfasst – von international renommierten Institutionen bis hin zu regionalen Heimatmuseen". 

Die Albertina Klosterneuburg verdeutliche zudem eine klare Linie: "Niederösterreich steht für Weltoffenheit, Vielfalt, Professionalität und Qualität." Dass diese Werte heute fest verankert sind, sei auf einen Prozess zurückzuführen, der vor 40 Jahren mit der "Entscheidung zu einer eigenen Landeshauptstadt" seinen Anfang nahm. St. Pölten wurde dabei bewusst als Kraftzentrum für das ganze Bundesland positioniert, statt in einen Wettbewerb mit anderen Regionen zu treten. "Heute sehen wir, dass dieser Weg erfolgreich war: Niederösterreich hat sich vom agrarisch geprägten Raum zu einem starken Wirtschafts-, Wissenschafts- sowie einem bedeutenden Kunst- und Kulturland entwickelt."

Enge Zusammenarbeit als Erfolgskonzept

Mikl-Leitner unterstrich, dass dieser Erfolg nicht von ungefähr komme. Man habe dies erreicht, indem man sich einer konsequenten Kulturstrategie verschrieben und massiv in die Infrastruktur investiert habe. Als Beispiele nannte sie den Kulturbezirk in St. Pölten, die Kunstmeile Krems sowie Grafenegg. Zudem verwies sie auf aktuelle Projekte wie das Stadttheater Wiener Neustadt, das KinderKunstLabor und die sanierte Synagoge in St. Pölten. Auch die Erweiterung von Grafenegg um den Rudolf-Buchbinder-Saal, dessen Eröffnung in wenigen Wochen bevorstehe, sei Teil dieser Entwicklung. All dies habe dem Land laut der Landeshauptfrau national wie international ein unverwechselbares Gesicht verliehen.

Laut Mikl-Leitner liege der Schlüssel zu diesem Erfolg vor allem im stetigen Miteinander und der engen Kooperation mit Kunstschaffenden sowie dem Kulturmanagement. Für die Zukunft wünsche sie sich die Fortführung dieser Partnerschaft. Nur so könne es gelingen, das kulturelle Profil Niederösterreichs weiter zu schärfen und die bisherige Erfolgsgeschichte gemeinsam fortzuschreiben.

Grundsteinlegung im 18. Jahrhundert

Generaldirektor Ralph Gleis beschrieb das Zusammenspiel der drei Standorte – der Albertina auf der Bastei, der Albertina Modern und der Albertina Klosterneuburg – als ein gemeinsames Jubiläumskonzert zum 250-jährigen Bestehen. Dabei erinnerte er an die historischen Wurzeln: "1776 wurde der Grundstein für die Albertina in Venedig gelegt, wo das Gründerpaar Albert von Sachsen-Teschen und seine Frau Maria Christina angefangen haben, systematisch zu sammeln", so Gleis.

Inzwischen umfasse die Sammlung der Albertina 1,2 Millionen Objekte aus allen Kunstgattungen. Als ein Glanzlicht des Jubiläumsjahres nannte Gleis die Schau "Sammeln für die Zukunft", in deren Rahmen auch Albrecht Dürers berühmter Hase präsentiert werde. Parallel dazu zeige die Albertina Klosterneuburg unter dem Titel "Donated with love" gezielt Schenkungen, die das Haus erhalten habe.

www.albertina.at/albertina-klosterneuburg

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