Österreichweite Analyse
In diesen Bezirken sind die Preise für Wohnungen am stärksten gestiegen

| Redaktion 
| 23.03.2026

80 Prozent der untersuchten Bezirke in Österreich haben 2025 gegenüber 2024 eine Steigerung der Angebotspreise von Eigentumswohnungen erlebt.

Der Eigentumswohnungsmarkt in Österreich hat sich im Jahr 2025 spürbar erholt. Nach einer Abkühlungsphase in den Jahren 2023 und 2024 zeigt sich nun wieder eine klare Aufwärtsbewegung. Grundlage der Analyse des willhaben-Eigentumspreisspiegels sind mehr als 230.000 Inserate aus insgesamt 110 Bezirken (siehe Infobox).

In 91 dieser Bezirke, und damit in rund 80 Prozent der untersuchten Regionen, lagen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen über dem Niveau von 2024. Judith Kössner, Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben, ordnet die Entwicklung ein und erklärt, "dass nach der Abkühlungsphase der Vorjahre wieder eine deutliche Rückkehr zu früheren Trends zu beobachten ist. Während 2023 noch in mehr als der Hälfte der Bezirke sinkende Preise verzeichnet wurden, sind 2025 in acht von zehn Regionen die Angebotspreise wieder gestiegen."

Ballungsräume treiben die Preisentwicklung

Vor allem in urbanen Regionen ist die Dynamik laut der Analyse ausgeprägt.  Kössner betont in diesem Zusammenhang, "dass insbesondere die Ballungsräume wieder deutlich zulegen und sich alle Landeshauptstädte sowie nahezu alle Wiener Bezirke preislich nach oben entwickelt haben." Gleichzeitig bleibt die Entwicklung regional unterschiedlich. In einzelnen Bezirken kam es weiterhin zu deutlichen Rückgängen. Die stärksten Preisabschläge wurden in Oberwart mit minus 17,2 Prozent, in Tulln mit minus 14,0 Prozent, in Oberpullendorf mit minus 12,5 Prozent, in Leoben mit minus 9,6 Prozent sowie in Neunkirchen mit minus 6,1 Prozent registriert.

Regionale Schwankungen bleiben bestehen

Trotz des klaren Aufwärtstrends ist die Preisentwicklung weiterhin von regionalen Schwankungen geprägt. Besonders starke prozentuale Veränderungen treten häufig im Rahmen wiederkehrender Bewegungen innerhalb einzelner Bezirke auf. Kössner weist darauf hin, "dass bei besonders starken prozentuellen Veränderungen häufig sogenannte Pendelbewegungen zu beobachten sind. Nach deutlichen Rückgängen folgt im darauffolgenden Jahr oft wieder ein spürbarer Anstieg oder umgekehrt." Als mögliche Ursachen nennt sie "Veränderungen im Verhältnis von Angebot und Nachfrage sowie regionale Faktoren wie Stadtentwicklung oder Infrastrukturprojekte."

Höchste Quadratmeterpreise

An der Spitze des Preisrankings zeigt sich nur geringe Bewegung. Die höchsten durchschnittlichen Angebotspreise pro Quadratmeter wurden auch 2025 in der Wiener Inneren Stadt und in Kitzbühel erzielt. Erstmals überschreiten dabei zwei Bezirke die Marke von 10.000 Euro pro Quadratmeter. In der Wiener Inneren Stadt lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 13.718 Euro, in Kitzbühel bei 10.056 Euro. Dahinter folgen Wien-Wieden mit 8.618 Euro, Wien-Neubau mit 8.068 Euro sowie Wien-Döbling mit 7.974 Euro pro Quadratmeter.

Günstigste Regionen

Am unteren Ende der Preisskala finden sich überwiegend Bezirke in der Steiermark, in Niederösterreich und im Burgenland. Besonders niedrige durchschnittliche Angebotspreise wurden im Bezirk Murtal mit 1.481 Euro pro Quadratmeter festgestellt. Ebenfalls vergleichsweise günstig sind Lilienfeld mit 1.585 Euro, Güssing mit 1.649 Euro, Bruck-Mürzzuschlag mit 1.688 Euro sowie Leoben mit 1.779 Euro pro Quadratmeter. In diesen Regionen konnten Eigentumswohnungen im Jahr 2025 teilweise deutlich unterhalb der Marke von 1.800 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Die Auswertung als interaktive Karte finden Sie hier

www.willhaben.at

willhaben-Auswertung

Für die Auswertung wurden die Angebotspreise von Eigentumswohnungen für das Jahr 2025 mit jenen von 2024 verglichen. Dazu wurden hunderttausende Anzeigen von willhaben herangezogen, die im Betrachtungszeitraum von 1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024 bzw. von 1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025 online waren.

Diese Rohdaten wurden um Dubletten bereinigt, mit Immobilienexpert:innen wurden realistische Bandbreiten für die Objekteigenschaften definiert und Ausreißer mit statistisch-mathematischen Methoden eliminiert. Danach wurden mehr als 230.000 Anzeigen für die Detail-Analyse herangezogen. In der Grafik oder der Tabelle fehlende Bezirke bzw. Statutarstädte sind durch zu stark schwankende bzw. zu geringe Datenmengen aus den Jahren 2024 bzw. 2025 bedingt.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

willhaben-Auswertung

Für die Auswertung wurden die Angebotspreise von Eigentumswohnungen für das Jahr 2025 mit jenen von 2024 verglichen. Dazu wurden hunderttausende Anzeigen von willhaben herangezogen, die im Betrachtungszeitraum von 1. Jänner 2024 bis 31. Dezember 2024 bzw. von 1. Jänner 2025 bis 31. Dezember 2025 online waren.

Diese Rohdaten wurden um Dubletten bereinigt, mit Immobilienexpert:innen wurden realistische Bandbreiten für die Objekteigenschaften definiert und Ausreißer mit statistisch-mathematischen Methoden eliminiert. Danach wurden mehr als 230.000 Anzeigen für die Detail-Analyse herangezogen. In der Grafik oder der Tabelle fehlende Bezirke bzw. Statutarstädte sind durch zu stark schwankende bzw. zu geringe Datenmengen aus den Jahren 2024 bzw. 2025 bedingt.

leadersnet.TV