Tesla zeigt, wie stark die Kapazität der Akkus im Laufe der Zeit nachlässt

| Tobias Seifried 
| 15.05.2023

Der US-Elektroautobauer listet erstmals exakt auf, wie viel Prozent (und somit Reichweitenkilometer) pro Jahr eingebüßt werden.

Wie stark lässt die Akkukapazität von Elektroautos im Laufe der Zeit nach? Diese Frage stellen sich wohl so ziemlich alle Besitzer:innen und Interessent:innen von E-Fahrzeugen. Tesla beantwortet diese Frage nun. Dabei geht der US-Elektroautobauer zwar nicht offensiv vor, aber die Daten werden zumindest verraten.

Konkret listet Tesla diese Information in seinem jährlichen "Impact Report" auf. Dieser wurde für das Jahr 2022 vor Kurzem veröffentlicht. Wer beim Durchstöbern auf Seite 39 ankommt, sieht, wie hoch der Verschleiß der Batterien ist. Im Impact Report 2022 sind die Daten des Model S und X angeführt. Künftig sollen auch jene von Model 3 und Y veröffentlicht werden.

Kapazitätsverlust

Den Angaben zufolge, verliert der Akku der beiden Tesla-Topmodelle nach 322.000 Kilomietern (200.000 Meilen) durchschnittlich 12 Prozent an Kapazität. Nach dieser Laufleistung landen Autos in den USA im Normalfall bzw. im Durchschnitt auf dem Schrottplatz. In Europa ereilt sie dieses Schicksal bereits nach 240.000 Kilometern, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Der Branchenblog Inside EVs rechnet anhand der offiziellen Tesla-Zahlen vor, dass der Akku alle knapp 27.000 km ein Prozent an Kapazität und somit an Reichweite einbüßt. Laut dem US-Autobauer fällt der Verlust sogar noch etwas geringer aus. Tesla spricht von zehn Prozent nach 200.000 Meilen.

Auf das Model 3 und Y sind die Angaben übrigens nicht anwendbar. Denn bei den kleineren Modellen setzt Tesla auf andere, modernere Batteriezellen. Wie die Kapazitätseinbußen bei diesen ausfallen, soll in Zukunft ebenfalls verraten werden. Für Langzeitanalysen sind das Model 3 und Y noch zu kurz auf dem Markt.

Hier geht es zu Teslas Impact Report 2022

www.tesla.com

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