Medienberichten zufolge ist es bei einem Schachturnier in Moskau zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen: Ein von einer künstlichen Intelligenz gesteuerter Roboterarm spielte eine Partie gegen einen siebenjährigen Buben. Aus dem Nichts heraus drückte der Roboter dann aber schlagartig gegen den Zeigefinger des Kindes. Mehrere Erwachsene eilten zwar sofort zu Hilfe, konnten aber nicht verhindern, dass der Knochen brach. 

"Schlimmer Vorfall"

Bei dem Buben soll es sich um einen der besten Schachspieler Russlands in seiner Altersgruppe handeln. Der Präsident des Moskauer Schachverbandes, Sergey Lazarev, kommentierte den Vorfall als "schlimm", doch der Siebenjährige hätte durch eine unvorhergesehene Bewegung einen Fehler ausgelöst, der in den Jahren davor noch nie beobachtet worden sein soll, berichtet die Kleine Zeitung.

Turnier mit Gips fortgesetzt

Der Junge konnte das Turnier am nächsten Tag fortsetzen – allerdings mit Gips. Die Eltern des Buben überlegen, eine Klage einzureichen. Den Betreibern des Roboters, der für das Turnier gemietet worden war, empfiehlt Lazarev, "darüber nachdenken, die Sicherheit zu erhöhen, damit sich die Situation in Zukunft nicht wiederholt".