"Wir stehen vor einer dramatischen Entwicklung, was Preise betrifft"

Hannes Wuchterl, CEO von Nah&Frisch, erzählt im LEADERSNET-Wirtschaftstalk, warum er eine Teuerungswelle auf die Kund:innen zukommen sieht.

Nah&Frisch musste 2020 zwar zehn Standorte schließen, konnte den Umsatz dennoch steigern. Das Erfolgsgeheimnis sei dabei, dass man das Prinzip des Nahversorgers auch lebe. Die Kaufleute seien selbstständig, was es ermögliche, "die richtigen Entscheidungen für die Kund:innen vor Ort zu treffen".

"Nahversorgung ist Infrastruktur", betont Hannes Wuchterl, CEO von Nah&Frisch. Um zu verhindern, dass immer mehr Nahversorger aus ländlichen Gebieten abwandern, müsse vor allem hier investiert werden.

Während die Coronakrise den Lebensmittelhandel kaum traf, sieht Wuchterl jetzt auch das Aufbauen einer Teuerungswelle im Einzelhandel: "Corona war für den Lebensmittelhandel zwar eine herausfordernde Zeit – aber wir haben auch gutes Geschäft gemacht. So ehrlich müssen wir sein. Wir stehen jetzt vor einer dramatischen Entwicklung, was Preise betrifft, die wir uns so im Handel nicht vorgestellt haben. Wir sehen jetzt die Preissteigerungen bei Treibstoff und Energie, bei den Kund:innen ankommen. Im Bereich der Lebensmittelproduktion sind diese Dinge noch nicht eingepreist. Hier besteht die Befürchtung, dass wir noch weitere Teuerungswellen auf uns zukommen sehen." (ca)

www.nahundfrisch.at

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