KI-basierte Anti-Hasskampagne gewinnt Preis für gesellschaftliche Relevanz

ZARA und Tunnel23 holen sich den "Confare IDEAward".

Hass im Netz, insbesondere auf Social Media, ist ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft. Um auf den schockierenden, teilweise menschenverachtenden Gesprächston in sozialen Netzwerken aufmerksam zu machen, lancierte die digitale Kreativagentur Tunnel23 mit dem Verein ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) eine Awareness-Kampagne auf Twitter.

Beruhigende Geräusche und visuelle Reize

Tunnel23 entwickelte dazu ein KI-gestütztes System, das aggressive und hetzerische Tweets automatisch identifizierte. Diese wurden schließlich mit beruhigenden, selbstproduzierten ASMR-Videos kommentiert. ASMR – Autonomous Sensory Meridian Response – ist ein aktueller Internettrend, bei dem durch sanfte, beruhigende Geräusche und visuelle Reize Entspannung erzeugt wird. Die Verfasser der Hasspostings zeigten sich merkbar überrascht von der automatisierten Kommentierung ihrer Beiträge. Als Reaktion löschten viele User ihre Hass-Tweets oder schrieben sie um.

Das innovative Projekt wurde nun im Rahmen des Confare IDEAward 2019 mit dem "Sonderpreis für Gesellschaftliche Relevanz" ausgezeichnet. Die IDEAwards ehren Unternehmen, die sich mit innovativen Projekten erfolgreich den Herausforderungen der digitalen Transformation stellen.

Aufmerksamkeit für gesellschaftlich relevante Themen durch KI

"Durch automatisierte Kommunikation kann Künstliche Intelligenz innerhalb kürzester Zeit Aufmerksamkeit für gesellschaftlich relevante Themen schaffen. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit ZARA diesen Preis entgegenzunehmen und hoffen, dass wir mit unserer Kampagne das Internet ein kleinwenig menschlicher gemacht haben", freut sich Michael Katzlberger, Geschäftsführer von Tunnel23. (red)

www.zara.or.at

www.tunnel23.com

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