"Guardian" verdient mit Digital erstmals mehr als mit Print

Britisches Medienhaus schreibt aber weiterhin Verluste.

Die britische Guardian Media Group (GMG), zu der der Guardian und der Observer gehören, hat mit ihren digitalen Produkten erstmalig mehr verdient als mit dem klassischen Printgeschäft. Grund dafür sind die gestiegenen Nutzerzahlen, die ausschließlich fürs Digitale bezahlen, teilt der Verlag mit.

108,6 Millionen Pfund (122 Millionen Euro) hat die GMG im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den Digitalprodukten eingenommen, wie der nun veröffentlichte Geschäftsbericht zeigt. Die Einnahmen aus Digital-Abonnements und -Werbung sind um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die Guardian-Website wird monatlich von 155 Millionen Unique Usern besucht. Die Einnahmen im Printbereich sind hingegen um zehn Prozent auf 107,5 Millionen Pfund (120,9 Millionen Euro) gesunken.

Nichtsdestotrotz musste der Verlag einen Verlust von 19 Millionen Pfund (21,4 Millionen Euro) verbuchen. Den Break Even wolle man Ende des nächsten Jahres erreichen. GMG-Geschäftsführer David Pemsel verriet darüber hinaus, dass die Entwicklung im Printbereich weniger schlecht gewesen sei als vorhergesagt. Dennoch mache Printwerbung weniger als zehn Prozent der jährlichen Einnahmen aus. Das langfristig angelegte Geschäftsmodell ermögliche es dem Medienhaus jedoch, Print so lange zu behalten, wie es die Leser noch wertschätzen. Die langfristige Strategie sei, regelmäßig wiederkehrende Nutzer zu gewinnen, statt auf Traffic aus Social Media-Plattformen wie Facebook zu setzen, so Pemsel. (as)

www.theguardian.com

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