"WhoppHer": Werbung für autofahrende Frauen in Saudi-Arabien geht nach hinten los

Burger King vergriff sich im Ton.

Seit dem 24. Juni 2018 dürfen Frauen in Saudi-Arabien endlich selbst Auto fahren. Dieses historische Ereignis zelebrierten Automarken wie Audi, Nissan oder Ford in ihrer Kommunikation. Auch die die Fast Food-Kette Burger King wollte diesen gesellschaftspolitischen Durchbruch mit einer eigenen Aktion feiern. Leider ging der Schuss nach hinten los.

Das islamisch-konservative Königreich war weltweit das letzte Land, in dem es Frauen verboten war, hinterm Steuer zu sitzen. Um die Aufhebung des Verbots zu feiern, startete Burger King eine einmonatige Aktion, bei der jede Frau, die an einen Drive-Through-Schalter der Restaurantkette fährt, einen gratis Burger bekommt.

Bezugnehmend auf den beliebten Burger King-Burger "Whopper" wurde das Ganze "WhoppHer" genannt. Was dabei jedoch nicht bedacht wurde, war die Tatsache, dass das Wort "whop" im Englischen "schlagen" bedeutet und die Kampagne so zum Gewaltaufruf gegen Frauen verstanden werden kann. Gegenüber dem Branchenportal Meedia entschuldigte sich die Schnellrestaurantkette für die missverständliche Formulierung: "Es war in keinster Weise unsere Absicht, durch den Kampagnennamen irgendwelche Personengruppen zu verletzen oder zu diskriminieren. Im Gegenteil, wir wollen die Frauen in Saudi-Arabien ermutigen, was die Kampagne auch deutlich macht." (as)

www.burgerking.at

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