WhatsApp teilt Nutzerdaten mit Facebook

Nummern-Weitergabe kann verhindert werden.

WhatsApp hat eine Änderung der Nutzungsbedingungen bekannt gegeben: Künftig will "der populärste Messenger der Welt" die Telefonnummern seiner User an Facebook übermitteln. Darüber hinaus sollen auch Daten über das Nutzungsverhalten der App gesammelt und an Facebook übertragen werden - beispielsweise wie oft und wo man WhatsApp verwendet. Das Unternehmen beteuert allerdings, dass Facebook auf keinen Fall Zugang zum Inhalt von Kurzmitteilungen bekommen werde. Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor ein paar Monaten seien sie ohnehin nur für die beteiligten Nutzer und nicht einmal für WhatsApp selbst einsehbar. 

Für Werbezwecke

Unter den Usern mehrt sich aber Unmut über die veränderten Datenschutzbestimmungen. Die Sorge: Wenn man auf seinem Smartphone gleichzeitig Facebook und WhatsApp verwendet, ist es für Facebook ein Leichtes, die Konten über die Telefonnummer zusammenzubringen. Mit dem Abgleich der Telefonnummer solle unter anderem relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden.

WhatsApp hingegegen soll auch weiter werbefrei bleibe. In den neuen Nutzungsbedingungen geht es zudem aber auch um die Pläne, WhatsApp für die Kommunikation zwischen Nutzern und Unternehmen einzusetzen.

Deaktivierung

Aktuell fordert WhatsApp die Nutzer auf, die neuen Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Via „Lies mehr“ kann man die Nutzung der Daten, um „Werbung und Produkte auf Facebook zu verbessern“ untersagen. Hat man die Nutzungsbedingungen bereits akzeptiert, bietet WhatsApp eine Schonfrist von 30 Tagen. In dieser Zeit findet sich unter „Einstellungen - Account“ der Menüpunkt „Meine Account-Info teilen“, die ausgeschaltet werden kann. (jw)

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