Nachtzugverkehr wird ausgebaut
Neuer ÖBB-Nightjet feierte Premierenfahrt nach Zürich

| Redaktion 
| 14.06.2026

Der Nachtzug soll mehr Komfort, zusätzliche Privatsphäre und technische Neuerungen bieten. Mit der Aufnahme der Schweiz-Verbindung sind die modernen Garnituren nun auf neun internationalen Linien unterwegs.

Die ÖBB haben den Nightjet der neuen Generation auf der Verbindung zwischen Wien und Zürich in Betrieb genommen. Die Premierenfahrt des neuen Nachtzuges fand am 14. Juni statt und wurde am Wiener Hauptbahnhof feierlich verabschiedet. Mit der Aufnahme der Schweiz-Verbindung verkehren die neuen Nightjets mittlerweile auf insgesamt neun internationalen Strecken.

Wien als Drehscheibe 

Für Infrastrukturminister Peter Hanke unterstreicht die neue Verbindung die Rolle Wiens als zentralen Knotenpunkt im europäischen Nachtzugnetz. "Wien ist das Herz des europäischen Nachtzugverkehrs. Von keiner anderen EU-Hauptstadt aus gibt es ein vergleichbares Angebot an internationalen Nachtzugverbindungen", sagte Hanke. Mit der neuen Generation der Nightjets werde diese Vorreiterrolle weiter ausgebaut. Die Züge stünden für mehr Komfort, mehr Privatsphäre und ein neues Reiseerlebnis auf der Schiene. Dass die Strecke Wien–Zürich nun mit den neuen Garnituren bedient werde, unterstreiche zudem die Bedeutung starker Bahnverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz.

Auch Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, sieht in den neuen Zügen einen wichtigen Schritt für den Nachtzugverkehr. Die neue Nightjet-Generation hebe Komfort und Reisequalität auf ein neues Niveau. Die Kombination aus moderner Ausstattung und mehr Privatsphäre mache die Verbindung nach Zürich zu einer attraktiven Alternative zum Flugverkehr. Bis Ende des Jahres werde die ÖBB-Fernverkehrsflotte auf insgesamt 24 Nightjets der neuen Generation anwachsen, um der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen und komfortablen Reisemöglichkeiten gerecht zu werden.

Sparschiene-Angebote ab 34,90 Euro

Für Reisende stehen auf der Strecke Wien–Zürich verschiedene Komfortkategorien zur Verfügung. Besonders günstige Tickets biete die ÖBB über die Sparschiene an. Laut dem Unternehmen können ab 34,90 Euro pro Person und Richtung Fahrgäste im Sitzwagen reisen. Plätze im Liegewagen sind ab 54,90 Euro erhältlich. Zum selben Preis werden auch die neuen Mini Cabins angeboten, die speziell für Alleinreisende entwickelt wurden. Wer mehr Platz und zusätzlichen Komfort wünscht, kann einen Schlafwagenplatz ab 89,90 Euro buchen.

V.l.n.r.: COO Sandra Neukart (Österreich Werbung), Vorständin Sabine Stock (ÖBB Personenverkehr), Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI), Salome Meyer (Botschafterin der Schweiz in Österreich), Leiter Internationaler Personenverkehr Philipp Mäder (SBB) und CEO Sara Roloff (Swiss Travel System) © ÖBB/Marek Knopp

Moderne Ausstattung für Nachtreisende

Die neuen Nightjets bestehen aus sieben Wagen und bieten insgesamt Platz für bis zu 254 Fahrgäste. Die Garnituren setzen sich aus zwei Sitzwagen, drei Liegewagen und zwei Schlafwagen zusammen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Ausstattung gelegt. So steht Reisenden kostenloses WLAN über das Onboard-Portal ÖBB Railnet night zur Verfügung. Darüber hinaus informiert ein modernes Fahrgastinformationssystem laufend über die aktuelle Reise. Neben klassischen Steckdosen verfügen die Abteile über USB-Lademöglichkeiten sowie induktive Ladestationen.

Neue mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben sollen für einen stabileren Handyempfang sorgen. In den Abteilen sollen digitale Bedienelemente unter anderem die Lichtsteuerung oder die Kontaktaufnahme mit dem Bordpersonal ermöglichen. Ergänzt wird das Angebot durch ein elektronisches Zutrittssystem mittels NFC-Karten sowie Videoüberwachung in allen Wagen.

Neu gestaltet wurde auch der Multifunktionswagen. Dieser bietet sechs Fahrradstellplätze sowie zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Gepäck, Kinderwagen und Sportausrüstung wie Ski oder Snowboards.

www.oebb.at

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