Achtgeschossiges Gebäude
Spatenstich für neue RLB OÖ-Unternehmenszentrale

Das neue Headquarter umfasst acht oberirdische Geschosse sowie eine viergeschossige Tiefgarage und soll bis Herbst 2029 fertiggestellt werden. Geplant sind moderne Arbeitswelten, öffentlich zugängliche Bereiche sowie ein umfassendes Nachhaltigkeits- und Mobilitätskonzept.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat den offiziellen Baustart für ihre neue Konzernzentrale in Linz bekannt gegeben. Das neue Headquarter entsteht zwischen Goethestraße und Blumauerstraße im Neustadtviertel und soll bis Herbst 2029 bezugsfertig sein. Geplant ist ein achtgeschossiges Gebäude mit rund 25.000 Quadratmetern Nutzfläche sowie einer viergeschossigen Tiefgarage.

Bis zu 1.000 Mitarbeiter:innen

Im neuen Gebäude sollen künftig bis zu 1.000 Mitarbeiter:innen arbeiten. Vorgesehen sind rund 750 Standard-Arbeitsplätze, großzügige Kunden- und Begegnungszonen sowie öffentlich zugängliche Bereiche mit Gastronomie, Veranstaltungsflächen und möglichen Geschäftseinheiten entlang einer neuen Fußgängerzone. Zusätzlich entstehen Grün- und Aufenthaltsflächen rund um das Areal.

RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer bezeichnet das Projekt als "gebautes Bekenntnis zu unserer Haltung". "Als Leuchtturmprojekt steht es für regionale Verbundenheit, Innovationskraft und Offenheit. Bankgeschäfte werden heute nicht mehr hinter großen, schweren Türen erledigt. Unser Anspruch ist es, hier bis Ende 2029 den modernsten Finanzplatz des Landes zu errichten", sagt Schwendtbauer. 

Offenes Gebäude mit neuen Arbeitswelten

Das Architekturkonzept stammt vom Münchner Büro Henn, das sich 2019 in einem Wettbewerb durchgesetzt hatte. Der Neubau umfasst acht oberirdische Geschosse sowie eine Tiefgarage mit vier Ebenen. Im Erdgeschoss sind ein Foyer mit Empfang, ein Mitarbeiterrestaurant, ein öffentliches Café und Bistro sowie weitere Geschäftseinheiten vorgesehen. Im ersten Obergeschoss entstehen Kundenzonen, Besprechungsräume und Veranstaltungsflächen. Die Geschosse zwei bis sechs sind als Büroflächen konzipiert. Ergänzt werden diese unter anderem durch einen Indoor-Garden und Gesundheitsbereiche. Im siebenten Obergeschoss befinden sich die Vorstandsbereiche und Projektflächen.

Zentrales Element des Gebäudes ist laut der RLB OÖ ein offen gestaltetes Atrium mit einer durchgehenden Wegeverbindung über alle Geschosse. Das Atrium und die sogenannte Piazza sollen als halböffentliche Bereiche Raum für Begegnungen zwischen Kund:innen, Mitarbeitenden sowie Besucher:innen schaffen.

Der Bezug des neuen Headquarters ist für Herbst 2029 vorgesehen © RLB OÖ 

"Als Herzstück des Gebäudes verbindet das offen gestaltete Atrium Menschen und Ideen über Bereichsgrenzen hinweg", so Gerald Aichhorn, Beteiligungs- und Immobilienvorstand der RLB OÖ.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Errichtet wird die neue Konzernzentrale in Holz-Hybrid-Bauweise. Insgesamt sollen rund 12.640 Festmeter PEFC-zertifiziertes Rundholz zum Einsatz kommen, überwiegend heimisches Fichtenholz. Rund 80 Prozent der oberirdischen Flächen werden in Holz-Hybrid-Bauweise ausgeführt.

Für die Umsetzung zeichnet Wiehag Timber Construction aus Oberösterreich verantwortlich. Laut dem Unternehmen verursacht das Holz-Hybrid-Tragwerk im Vergleich zu einer herkömmlichen Stahlbetonkonstruktion rund 36 Prozent weniger vorgelagerte CO₂-Emissionen. Durch den Einsatz von rund 4.600 Kubikmetern Brettschicht- und Brettsperrholz würden zudem langfristig etwa 3.150 Tonnen CO₂ gebunden, so Wiehag. 

Auch beim Energiekonzept setzt die RLB OÖ auf Geothermie, Photovoltaik und ein campusweites Energienetz. In der viergeschossigen Tiefgarage entstehen zudem 370 Stellplätze, davon 70 mit E-Ladestationen. Das Gebäude soll durch 87 Erdwärmesonden mit bis zu 150 Metern Tiefe ganzjährig beheizt und gekühlt werden.

Neue Grünflächen und Mobilitätskonzept

Im Zuge des Projekts werden laut RLB OÖ rund 5.000 Quadratmeter bislang asphaltierter Fläche entsiegelt. Zusätzlich sollen 53 neue Bäume gepflanzt werden. Die Neupflanzungen im Straßenraum sollen nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip umgesetzt werden, um Wasseraufnahme und Begrünung zu verbessern.

Teil des Konzepts ist außerdem eine Neugestaltung der Goethestraße als beruhigte Fußgängerzone mit zusätzlichen Aufenthaltsbereichen. Geplant sind mehr als 130 Fahrradstellplätze.

Die Bauarbeiten starten zunächst mit Spezialtiefbau und Geothermie-Bohrungen. Der Hochbau in Holz-Hybrid-Bauweise soll ab Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 beginnen. Der Bezug des neuen Headquarters ist für Herbst 2029 vorgesehen.

www.raiffeisen.at

Factsheet

Projekt: Neues Headquarter der Raiffeisenlandesbank OÖ
Standort: Linzer Neustadtviertel
Baustart: Mai 2026
Fertigstellung: Herbst 2029 geplant
Gebäude: Acht Obergeschosse, vier Untergeschosse
Nutzfläche: Rund 25.000 Quadratmeter
Arbeitsplätze: Platz für bis zu 1.000 Mitarbeitende
Bauweise: Holz-Hybrid-Bauweise
Holzbedarf: rund 12.640 Festmeter Rundholz
CO2-Einsparung: rund 36 Prozent weniger vorgelagerte Emissionen gegenüber Stahlbetonbauweise
CO2-Speicherung: rund 3.150 Tonnen langfristig gebunden
Energieversorgung: Geothermie, Photovoltaik und Anergienetz
Geothermie: 87 Erdwärmesonden mit bis zu 150 Metern Tiefe
Mobilität: 370 Tiefgaragenplätze, davon 70 E-Ladestationen
Fahrradplätze: mehr als 130 Stellplätze
Entsiegelung: Rund 5.000 Quadratmeter Asphaltfläche
Begrünung: 53 neue Bäume
Architektur: Henn Architekten, München
Holzbau-Partner: WIEHAG Timber Construction, Altheim

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Factsheet

Projekt: Neues Headquarter der Raiffeisenlandesbank OÖ
Standort: Linzer Neustadtviertel
Baustart: Mai 2026
Fertigstellung: Herbst 2029 geplant
Gebäude: Acht Obergeschosse, vier Untergeschosse
Nutzfläche: Rund 25.000 Quadratmeter
Arbeitsplätze: Platz für bis zu 1.000 Mitarbeitende
Bauweise: Holz-Hybrid-Bauweise
Holzbedarf: rund 12.640 Festmeter Rundholz
CO2-Einsparung: rund 36 Prozent weniger vorgelagerte Emissionen gegenüber Stahlbetonbauweise
CO2-Speicherung: rund 3.150 Tonnen langfristig gebunden
Energieversorgung: Geothermie, Photovoltaik und Anergienetz
Geothermie: 87 Erdwärmesonden mit bis zu 150 Metern Tiefe
Mobilität: 370 Tiefgaragenplätze, davon 70 E-Ladestationen
Fahrradplätze: mehr als 130 Stellplätze
Entsiegelung: Rund 5.000 Quadratmeter Asphaltfläche
Begrünung: 53 neue Bäume
Architektur: Henn Architekten, München
Holzbau-Partner: WIEHAG Timber Construction, Altheim

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