Galerie Kovacek & Zetter Plankengasse
"Die Hand als ehrlichstes Organ": Hubert Scheibl fasziniert mit neuer Werkserie "Talking"

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 31.03.2026

Mit einem "vollen Haus" feierte die Galerie Kovacek & Zetter in der Wiener Plankengasse die Eröffnung der ersten Soloausstellung von Hubert Scheibl

In seiner Laudatio würdigte Klaus Albrecht Schröder das Schaffen Hubert Scheibls und führte die Gäste in die vielschichtigen Bildwelten des Künstlers ein. 

Hubert Scheibl, der bereits in den 1980er-Jahren als Teil der „Neuen Wilden“ international reüssierte und dessen Werke zuletzt 2021 in der Albertina zu sehen waren, setzt mit seiner neuen Serie „Talking“ ein starkes künstlerisches Zeichen. Die großformatigen Arbeiten bestechen durch eine kompromisslose Malerei, die tiefe Illusions- und Farbräume mit kraftvollen, gestischen Farbbahnen vereint. Als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler Österreichs präsentiert er 17 neue Leinwandbilder, die in ihrer Intensität und Komposition eigens auf die Räumlichkeiten der Galerie abgestimmt wurden.

Hubert Scheibl
Hubert Scheibl, "Talking" © Akos Burg

Dialogfähigkeit als künstlerisches Motiv

Der Serientitel "Talking" versteht sich als inhaltliche Referenz und dringlicher Appell für mehr Dialogfähigkeit in der Gesellschaft. Während Scheibl in seiner berühmten "Ones"-Serie auf geschlossene Schleifen setzte, lösen sich diese in den neuen Werken auf. Einzelne Farbbahnen scheinen wie zufällig in melodischen Bildräumen zu schweben – vergleichbar mit Wörtern, die zwischen kommunizierenden Entitäten fließen.

"Ich habe das Gefühl, dass die Bewegung, die Hand, die einen Pinselstrich macht, nichts Ausgedachtes, Kalkuliertes ist", erklärt Hubert Scheibl seinen intuitiven Arbeitsprozess. "Ich habe den Eindruck, dass die Hand das ehrlichste Organ an uns ist."

Spannungsfeld zwischen Harmonie und Geste

Die Faszination der Werke liegt in ihrer Ambivalenz: Irisierende, harmonisch changierende Hintergründe treffen auf die Dynamik des Vordergrundes. Diese visuelle Spannung unterstreicht die Qualität Scheibls, der nach Stationen auf den Biennalen von São Paulo und Venedig heute als eine der prägenden Figuren der heimischen Kunstszene gilt.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher, wissenschaftlich recherchierter Katalog erschienen, der die gezeigten Werke im kunsthistorischen Kontext beleuchtet.

Bei der Eröffnung anwesend:

Saba Scheibl, Dr. Klaus Albrecht Schröder, Claudia Kovacek-Longin, Sophie Zetter-Schwaiger, Rainer Nowak, Florian Steininger, Peter Baum und Ina Kent. Sowie die Künler:innen: Barbara Szüts, Michela Ghisetti, Anna Stangl, Karin Pliem und Christoph Ransmayer.

Fotos von der Eröffnung sehen Sie in unserer Galerie.

www.kovacek-zetter.at

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Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

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