Fotos von "Wir sind noch einmal davongekommen"
Thornton Wilders Menschheitssaga feierte Premiere im Burgtheater

Der zeitlose Klassiker "Wir sind noch einmal davongekommen" wurde am 20. März 2026 in Wien aufgeführt. In der Inszenierung von Direktor Stefan Bachmann führten die Publikumslieblinge Nicholas Ofczarek und Caroline Peters ein hochkarätiges Ensemble durch die Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Ein optimistischer Abgesang auf das Ende der Welt, der aktueller nicht sein könnte.

Am 20. März 2026 heißt es im Burgtheater "Wir sind noch einmal davongekommen", denn Regisseur Stefan Bachmann präsentierte Thornton Wilders Stück über den ewigen Kreislauf aus Zerstörung und Neuanfang. In der Übersetzung von Barbara Christ und mit einer Starbesetzung rund um Caroline Peters und Nicholas Ofczarek wurde die Geschichte der Familie Antrobus zu einer packenden Reise durch die Krisen der Jahrtausende – humorvoll, philosophisch und zutiefst menschlich.

Zwischen Eiszeit und Moderne

Die Ausgangslage des Genre-Sprengers scheint absurd und doch seltsam vertraut. Die Familie Antrobus residiert in New Jersey. Doch die Vorstadt-Idylle trügt, denn die Menschheitsfamilie sieht sich gleich dreimal hintereinander mit dem ultimativen Ende konfrontiert. Ob klirrende Eiszeit, die biblische Sintflut oder die verheerenden Folgen des Kriegs – die Menschheitsfamilie kommt gerade noch einmal davon und erweist sich dabei als erstaunlich krisenfest. 

Die lineare Zeit wurde im Stück aufgehoben. Während im Vorgarten Saurier und Mammuts grasen, suchen historische Größen wie Homer und Moses um Asyl an, und in der Bibliothek beginnen Bücher zu sprechen. Es ist ein surreales Panorama des Überlebens, das Wilder 1942, unter dem Eindruck des US-Eintritts in den Zweiten Weltkrieg, als Antwort auf das Chaos der Welt erfasste. 

Bezug zur heutigen Zeit

Was das Bühnenwerk für das heutige Publikum so spannend macht, ist wohl die Frage nach der Krisenfestigkeit, sprich der Resilienz. So ist Wilders Stück weit entfernt von einem naiven Optimismus und liefert stattdessen tiefgründige Analysen menschlicher Verhaltensmuster. Denn dass die Familie Antrobus "gerade noch einmal davonkommt", verdankt sie ihrem Rückgriff auf bewährte Narrative und kulturelle Ankerpunkte, die dem Chaos Struktur verleihen. 

Das Stück konfrontiert somit das Publikum mit einer unbequemen Wahrheit, dass das Abgründige Teil der menschlichen Identität ist, hält aber gleichzeitig ein Plädoyer für humanistische Grundwerte als einzig stabilen Kompass in turbulenten Zeiten. 

Starbesetzung am Ring

Für die Umsetzung am Haus am Ring konnte Bachmann namhafte Persönlichkeiten des Ensembles gewinnen. In den Hauptrollen agieren Nicholas Ofczarek und Caroline Peters, die als Ehepaar Antrobus die Balance zwischen bürgerlicher Komödie und existenzieller Tragik meistern. Gemeinsam mit einem starken Ensemble – darunter Stefanie Reinsperger (Rolle: Lily-Sabina Fairweather), Mehmet Ateşçi (Rolle: Henry) und Zeynep Buyraç (Rolle: Gladys) – verwandeln sie das Burgtheater in einen Ort, der trotz drohender Katastrophen Mut macht. 

Weiter am Werk beteiligt sind Nils Strunk als Sprecher, Telegrafenjunge und Berichterstatter, Barbara Petritsch als Wahrsagerin, Martin Reinke als Homer und Tagungsgast, Hans Dieter Knebel als Genesis und Tagungsgast, Branko Samarovski als Arzt und Tagungsgast sowie Elisabeth Augustin als Muse und Tagungsgast. 

Einen Eindruck können Sie mittels Teaser gewinnen:

Zudem sehen Sie Fotos der Premiere in unserer Galerie.

www.burgtheater.at

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

leadersnet.TV