Auf eigenen Wunsch
Rebecca Horner verabschiedet sich vom Wiener Staatsballett

Wie bekannt wurde, hat die Solistin das Ensemble zum 31. Dezember 2025 auf eigenen Wunsch verlassen, um sich verstärkt auf eigene, künstlerische Projekte zu fokussieren. 

Das Wiener Staatsballett hat publik gemacht, dass die Solistin Rebecca Horner nach langjähriger Tätigkeit das Ensemble Ende Dezember vergangenen Jahres verlassen hat. Laut Aussendung sei der Austritt Wunsch Horners gewesen, um sich künftig eigenständig künstlerischen Projekten widmen zu können. 

Horner war seit 2007 Mitglied des Wiener Staatsballetts und hat dieses binnen fast zweier Jahrzehnte als eine der ausdrucksstärksten Persönlichkeiten geprägt. So war sie vor allem bekannt für ihre Fähigkeit, starke, dramatische Charaktere zu verkörpern. Nach der Geburt ihrer Tochter 2011 kehrte sie ein Jahr später zum Wiener Staatsballett zurück, wo sie 2015 zur Halbsolistin ernannt wurde. 2017 folgte schließlich ihr Avancement zur Solotänzerin. Nach einem Karenzjahr beim Nederlands Dans Theater in der Saison 2022/23 war sie Spielzeit 2023/24 wieder auf der großen Bühne des Staatsballetts zu sehen. Im Jänner 2026 wurde nun ihr Ausstieg bekannt. Wie das Wiener Staatsballett auf der Homepage allerdings anführt, bleibt Horner ihnen als Gastsolistin verbunden. 

Rollen Horners

Zu ihren wichtigsten Rollen zählen Potiphars Weib in John Neumeiers "Josephs Legende" und die Hauptpartie in Neumeiers "Le Sacre", Blaubarts Mutter in Stephan Thoss’ "Blaubarts Geheimnis, Maria Theresia in Patrick de Banas Marie Antoinette", Gräfin Sibylle in Rudolf Nurejews "Raymonda", Spanische Tänzerin in Nurejews "Schwanensee", der Pas de deux "Out of Tango" und Prinzessin Budur in "Tausendundeine Nacht" von Vesna Orlic, der Pas de deux in Boris Nebylas "Der Nachmittag eines Fauns" Entenmutter in Andrey Kaydanovskiys "Das hässliche Entlein", Myrtha in Elena Tschernischovas "Giselle", Königin Mab in Davide Bombanas "Roméo et Juliette", Die Frau in Grün in Edward Clugs "Peer Gynt" und Solodame in George Balanchines "Rubies" in "Jewels". Darüber hinaus tanzte sie solistische Partien in Vesna Orlics "Carmina Burana" und in vielen weiteren Stücken. 

Für ihr Schaffen wurde Horner ebenfalls mit Auszeichnungen gewürdigt – darunter "Goldener Roy" (1997), Förderpreis des Ballettclubs Wiener Staatsoper & Volksoper (2015), Nominierung als "Beste Tänzerin des Jahres" (Zeitschrift tanz) sowie für den "Leading Ladies Award" in der Kategorie Kultur (Zeitschrift Madonna, 2015) und den Black Austrian Award in der Kategorie "Kunst und Kultur" (2018). 2019 erhielt sie außerdem den Fanny-Elßler-Ring. 

Abschied einer prägenden Persönlichkeit

Das Wiener Staatsballett dankt Horner herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihren künstlerischen Beitrag. Es wünscht ihr viel Erfolg in diesem neuen Kapitel ihrer Karriere und freue sich gleichzeitig bekannt zu geben, dass Horner als Gast an die Volksoper Wien zurückkehren wird. Vom 6. Februar bis Anfang April wird sie nämlich als Madame du Barry in Thierry Malandais Marie Antoinette zu sehen sein. 

www.wiener-staatsoper.at

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