Tutti-Frutti-Sneaker aus Obstabfällen liegen im Trend

Zwei Fruchtsorten, eine Mission: Die Marken Ecoalf, Innocent und Vlace gehen diesen Herbst mit nachhaltigem Schuhwerk aus Ananas- und Apfelleder an den Start. 

Laut Studien landen jedes Jahr rund 27 Millionen Tonnen Ananasblätter im Müll, die nach der Ernte der Früchte weggeworfen werden. Diesen Rohstoff macht Ecoalf sich nun zu Nutze und entwickelt daraus eine täuschend echte Lederalternative. Das Material soll ganz ohne tierische Produkte und Chemikalien auskommen und zu 100 Prozent nachhaltig sein. Der Alcudia Sneaker von Ecoalf wird in Spanien handgefertigt. Durch die Verwendung von Fasern aus Ananasblättern werden landwirtschaftliche Abfälle wiederverwertet, was auch den positiven Nebeneffekt einer weiteren Einkommensquelle für Bauern habe. Die Oberfläche der Sneakers besteht aus dem Material "Pinatex" aus Ananasblättern, die Sohle aus 75 Prozent recyceltem Gummi, die Schnürsenkel aus 100 Prozent Baumwolle und das Futter aus 100 Prozent recyceltem Polyester.

Innocent und Vlace präsentieren Sneaker aus Apfelresten

Die Juice-Marke Innocent Drinks lancierte Anfang September gemeinsam mit dem nachhaltigen Sneaker-Startup Vlace einen limitierten Schuh aus Apfeltrester, einem Nebenprodukt aus der Herstellung von innocent Smoothies. 

Innocent x Vlace - zwei Marken kreieren einen nachhaltigen Sneaker. © Innocent x Vlace 

Leichter als Leder, atmungsaktiver als Plastik

Die Apfeltreste werden in Zusammenarbeit mit einem auf veganes Leder spezialisierten Unternehmen in Norditalien zu Apfelleder verarbeitet. Dadurch wird nicht nur Abfall vermieden, sondern auch der CO2-Fußabdruck ist im Vergleich zu einem Sneaker aus tierischem Leder 8-mal geringer sein. Neben dem ökologischen Nutzen soll das Apfeltrester-Material auch andere Vorteile gegenüber herkömmlichem Leder oder Polyurethan haben: Es soll leichter als echtes Leder und atmungsaktiver als PU sein. Außerdem soll es sich einfach reinigen lassen und besonders formbeständig sein.

Die Polsterung im Inneren besteht aus recycelten PET-Flaschen und die Schuhsohlen werden zum größten Teil aus alten Sohlen recycelt. Jeder einzelne Schuh soll anschließend von einer familiengeführten Schuhmanufaktur in Portugal in 50 Arbeitsschritten von Hand gefertigt werden. "Wir wollen mit diesem Projekt zeigen, dass der Impact des unternehmerischen Handelns weit über die Grenzen unserer eigenen Produktion hinausgehen kann. Wir hoffen, damit weitere Unternehmen inspirieren zu können, den Weg zu mehr Re- & Upcycling einzuschlagen und gemeinsam die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben" sagt Julia Hagenauer, Brand Managerin von Innocent.

Der limitierte Innocent Sneaker ist für rund 185 Euro erhältlich, der Alcudia Sneaker kostet rund 190 Euro.

www.vlace.de

www.ecoalf.com

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