16 Millionen Euro Investitionen
UniCredit Foundation stärkt Bildungsinitiativen in Österreich und Europa

Mit Investitionen von mehr als 16 Millionen Euro setzt die Stiftung ihre Zusammenarbeit mit Teach For All und JA Europe für weitere drei Jahre fort. Die Programme sollen Bildungsungleichheiten abbauen und jungen Menschen bessere Zukunftsperspektiven eröffnen.

Die UniCredit Foundation verlängert ihre Partnerschaften mit Teach For All und JA Europe um weitere drei Jahre. Dafür stellt sie mehr als 16 Millionen Euro zur Verfügung und erhöht damit die bisherigen Investitionen von über 14 Millionen Euro. Die Zusammenarbeit soll den Zugang zu hochwertiger Bildung verbessern, Schulabbrüche verhindern und junge Menschen bei der Entwicklung wichtiger Zukunftskompetenzen unterstützen.

Die Fortsetzung der Kooperationen wurde im Rahmen einer Bildungsveranstaltung in Rom bekannt gegeben, an der unter anderem Vertreter:innen der OECD und der beteiligten Organisationen teilnahmen.

Andrea Orcel, Vorsitzender der UniCredit Foundation und CEO von UniCredit, betont: "Der Zugang junger Menschen zu einer hochwertigen Bildung ist nicht nur eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft Europas."

Bildungsprogramme erreichen junge Menschen

Eine wichtige Rolle spielen die österreichischen Partnerorganisationen Teach For Austria und JA Österreich. Im Schul- und Kindergartenjahr 2026/27 sind 143 Fellows von Teach For Austria an 79 Einrichtungen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich im Einsatz. Sie begleiten rund 11.500 Kinder und Jugendliche. Das zweijährige Ausbildungsprogramm bereitet Hochschulabsolvent:innen unterschiedlicher Fachrichtungen auf die Arbeit mit sozioökonomisch benachteiligten jungen Menschen vor.

JA Österreich erreicht mit dem Programm "Re-Power Your Future" jährlich rund 5.000 Schüler:innen an 90 Schulen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahes Lernen, unternehmerisches Denken und die Stärkung beruflicher Perspektiven.

"Teach for Austria und JA Österreich sind geschätzte Partner, denn wir sind davon überzeugt, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Erfolgschancen verdienen", sagt Ivan Vlaho, CEO der UniCredit Bank Austria. Die Bank wolle insbesondere mit ihrem Fachwissen in den Bereichen Finanzbildung und digitale Transformation einen Beitrag leisten.

Finanzwissen und praktische Erfahrungen vermitteln

Neben der finanziellen Unterstützung engagieren sich Mitarbeiter:innen der UniCredit Bank Austria direkt in den Bildungsprogrammen. Im vergangenen Schuljahr beteiligten sich 27 Beschäftigte an Freiwilligeninitiativen, unter anderem als Mentor:innen und Coaches.

Ein Schwerpunkt ist die Initiative "Girls Go Finance" (LEADERSNET berichtete u.a. hier, hier, hier und hier), die Mädchen an sozioökonomisch benachteiligten Schulen grundlegende Finanzkenntnisse vermitteln soll. Für die Junior Companies von JA Österreich bietet die Bank zudem ein spezielles Konto an, mit dem Jugendliche unternehmerische Finanzgeschäfte unter geschützten Bedingungen praktisch erlernen können. Seit diesem Schuljahr ist die Kontoeröffnung auch online möglich, so das Unternehmen.

Für das Frühjahr 2027 sind weitere Veranstaltungen vorgesehen. Dazu zählen ein internationales Treffen von Juniorunternehmen im Umfeld der JA-Handelsmesse in der Millennium City, ein Junior-Company-Tag am Austria Campus sowie die Mitwirkung von Bankführungskräften als Jurymitglieder bei Wettbewerben.

Europäische Zusammenarbeit wird ausgeweitet

Auch auf europäischer Ebene sollen die Programme wachsen. In den vergangenen drei Jahren erreichten die von der UniCredit Foundation unterstützten Teach-For-All-Initiativen mehr als 180.000 Schüler:innen an über 3.100 Schulen. 

Andrea Pastorelli, Europa-Leiter von Teach For All, sieht in der Verlängerung die Möglichkeit, zusätzliche Gemeinschaften zu erreichen und verstärkt in Pädagog:innen sowie lokale Führungskräfte zu investieren. Gleichzeitig müsse genauer untersucht werden, welche Maßnahmen langfristig wirksam seien.

Die Kooperation mit JA Europe erreichte durch "Re-Power Your Future" bislang mehr als 390.000 Schüler:innen an 5.900 Schulen.  "Junge Menschen verlassen die Schule selten von heute auf morgen; sie wenden sich ab, wenn das Lernen für ihr Leben und ihre Zukunft an Bedeutung verliert", erklärt Salvatore Nigro, CEO von JA Europe. Praxisorientierte Angebote und unternehmerisches Denken könnten seiner Einschätzung nach dazu beitragen, das Interesse am Lernen wieder zu stärken.

Mehr als 220.000 zusätzliche Schüler:innen im Fokus

Für die kommende Förderperiode verfolgt Teach For All das Ziel, mehr als 220.000 weitere Schüler:innen an über 2.700 neuen Schulen zu erreichen. Zusätzlich sollen mehr als 2.300 Fellows und 5.400 Absolvent:innen ausgebildet werden. JA Europe plant mehr als 500.000 zusätzliche Lernerfahrungen und die Einbindung von über 2.000 weiteren Schulen.

Teach For All soll künftig in acht europäischen Ländern aktiv sein, JA Europe in elf. Beide Initiativen sollen weiterhin unabhängig evaluiert werden, um neben der Reichweite auch die langfristigen Auswirkungen der Maßnahmen zu erfassen.

www.bankaustria.at

www.unicreditfoundation.org

www.teachforall.org

www.jaeurope.org

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