Im Linzer Posthof hat die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKO Oberösterreich am Mittwochabend den Caesar 2026 vergeben. Unter dem Motto "Zwischen für und alle" wurden insgesamt 36 Arbeiten ausgezeichnet, jeweils zwölf erhielten Gold, Silber und Bronze. Hinzu kamen drei Preise in der Nachwuchswertung Rookie of the Year. Durch die Gala führten Claudia Em, die als langjährige Stimme von Radio Oberösterreich und als Kabarettistin bekannt ist, sowie Mimi Berger, die als Moderatorin, Comedian und unter dem Namen "mimisglobe" als Content Creatorin auf Social Media aktiv ist.
Erstmals ohne klassische Kategorien
Mit der diesjährigen Ausgabe wurde der Kommunikationspreis grundlegend neu aufgestellt. Statt die Einreichungen in fixe Kategorien einzuordnen, verfolgt der Caesar nun einen disziplinübergreifenden Ansatz, bei dem Kampagnen, Package Design, Bewegtbild, Social-Media-Projekte oder Kombinationen daraus direkt nebeneinander bewertet werden. Entscheidend sind Idee, Umsetzung und Wirkung der jeweiligen Arbeit.
"Mit der neuen Ausrichtung tragen wir der Art und Weise Rechnung, wie Kommunikation heute tatsächlich entsteht: über Disziplinen und klassische Grenzen hinweg. Die diesjährigen Einreichungen zeigen, wie breit das Spektrum der Branche geworden ist und wie selbstverständlich unterschiedliche Kompetenzen in starken Arbeiten zusammenspielen", erklärt Thomas Oberngruber, Fachgruppengeschäftsführer Werbung und Marktkommunikation der WKO Oberösterreich.
Das neue Konzept prägte auch die Inszenierung des Abends, die die Fachgruppe gemeinsam mit Responsive Spaces, Werbeberg, das narrativ und Heimwerk Audio umsetzte. Echtzeit-Visuals begleiteten das Geschehen auf der Bühne, eine Vergabe nach Kategorien gab es konsequenterweise nicht. Stattdessen wurden die ausgezeichneten Arbeiten in einer bewusst zufälligen Abfolge präsentiert, sodass bis zur jeweils nächsten Enthüllung offen blieb, welches Projekt als Nächstes an der Reihe war.
Neunköpfige Jury im zweistufigen Verfahren
Über die Vergabe entschied eine unabhängige, internationale Fachjury unter dem Co-Vorsitz von Jo Marie Farwick und Thomas Börgel. Ihnen zur Seite standen Eveline Rabold, Reanne Leuning, Martin Dechant, Markus Henrich, Jessica Spiller, Leon Höwel und Barbara Kastlunger. Die Bewertung erfolgte in zwei Stufen und wurde notariell begleitet. In der ersten Runde ermittelte die Jury den sogenannten Circle of Nominees, dem Arbeiten von insgesamt 40 Einreicher:innen angehörten. Aus diesem Kreis gingen schließlich die 36 Caesaren hervor.
"Die 225 Einreichungen und 60 nominierten Arbeiten zeigen, wie viel kreative Kraft in unserer Branche steckt. Hinter jeder dieser Arbeiten stehen Menschen, die Ideen entwickeln, Dinge hinterfragen und Kommunikation gestalten, die etwas bewegen kann. Der Caesar gibt diesen Leistungen die Sichtbarkeit und Wertschätzung, die sie verdienen", meint Christoph Schumacher, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKO Oberösterreich.
Zunder holte dreimal Gold
Die meisten Gold-Auszeichnungen gingen heuer an die Agentur Zunder, die mit "Alter OÖ", "Hirsch und Maus" und "Almost Pearfect" gleich drei Spitzenplatzierungen erzielte und zusätzlich je einen Caesar in Silber und Bronze erhielt. Noch häufiger auf der Bühne stand Fredmansky. Die Agentur sicherte sich insgesamt sechs Auszeichnungen, darunter Gold für "Silhouette Schaufenster", drei Silberne und zwei Bronzene. Ebenfalls stark vertreten war upart mit vier Preisen, davon zwei in Gold für die Kampagne "Die Elite vs. z.l.ö." sowie den Markenrelaunch der Brau Union Österreich. Pulpmedia holte zwei Goldene für "Gönnung" und die Kampagne "Marie | Rosemarie".
Weitere Caesaren in Gold gingen an [ldbg] gemeinsam mit Fotografin Ness Rubey für die Spielzeitkampagne des Musiktheaters Linz, an Mooi Design für das Anton-Bruckner-Projekt "It's me, Toni", an Christina Lugmayr, Tanja Pramberger und Winfried Flohner für die Kampagne zu 25 Jahren Öli des ASZ sowie an beyond global Austria für "Mio Mio – Bis späti".
"Der Caesar ist mehr als die Auszeichnung an einem Abend. Er ist eine Leistungsschau der Branche und macht sichtbar, was in Oberösterreich und von oberösterreichischen Kreativschaffenden geleistet wird. Gleichzeitig setzen Wettbewerbe wie der Caesar Maßstäbe, schaffen Orientierung und tragen dazu bei, dass sich die Branche selbst kontinuierlich weiterentwickelt. So entsteht eine Bühne für Arbeiten, die über den Abend hinaus wirken", betont Oberngruber.
Drei Auszeichnungen für den Nachwuchs
In der Kategorie "Rookie of the Year" waren heuer fünf Arbeiten nominiert, drei davon wurden prämiert. Gold ging an Simon Reiter vom WIFI Linz für "Franz Honig", Silber an Pascal Stütz von der Universität für angewandte Kunst Wien für "Eine starke Klammer". Mit Bronze ausgezeichnet wurde Andreas Grasböck von der HTL1 Linz, Fachrichtung Medien-Multimedia, für eine Sensibilisierungskampagne zum Thema Mediensucht.
"Wer heute erste Schritte in der Kommunikationsbranche macht, bringt neue Perspektiven, neue Zugänge und oft auch den Mut mit, Dinge ganz anders zu denken. Mit dem Rookie of the Year schaffen wir genau dafür eine Bühne und zeigen, welches Potenzial in der nächsten Generation der Branche steckt", so Christoph Schumacher.
Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.
www.netzwerk-werbung.at
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