1.500 Gäste feierten am Donnerstagabend Österreichs Sportwelt. Dabei standen Erfolge und die Unterstützung heimischer Athlet:innen im Mittelpunkt. Für Herbert Prohaska gab es eine spezielle Auszeichnung. Auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren mit dabei. LEADERSNET.tv holte Promis und Preisträger:innen vor die Kamera.
In der Wiener Stadthalle fand am Donnerstagabend die 30. Lotterien Sporthilfe-Gala statt. Sporthilfe-Präsidentin Susanne Riess-Hahn und Geschäftsführer Gernot Uhlir begrüßten rund 1.500 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die von der Österreichischen Sporthilfe gemeinsam mitSports Media Austria und dem ORF veranstaltete Gala rückte sportliche Leistungen und die Förderung heimischer Athlet:innen in den Mittelpunkt.
Die Veranstaltung ist nach Angaben der Sporthilfe ihr wichtigstes Fundraising-Event. Die Erlöse fließen unmittelbar in die Unterstützung österreichischer Sportler:innen. Neben der Vergabe der NIKI-Trophäen standen eine eigens inszenierte Eröffnung, persönliche Einblicke in Sportkarrieren und eine Ehrung für Herbert Prohaska auf dem Programm.
Persönliche Einblicke zum Auftakt
Für die künstlerische Gestaltung zeichnete Artistic Director Marvin Dietmann verantwortlich. Zum Auftakt verband er tänzerische Einlagen mit persönlichen Erzählungen aus der Sportwelt: Lara Vadlau, Mirna Jukic, Barbara Schett, Marlies Raich, Andreas Onea und Andreas Ernhofer schilderten in kurzen Monologen, was ihnen Sport bedeutet und weshalb er ihr Leben prägt.
Durch die live in ORF 1 übertragene Gala führten wie im Vorjahr Karina Toth und Lukas Schweighofer. Zuvor hatten Karoline Rath-Zobernig und Ernst Hausleitner die Gäste für den Sender am roten Teppich empfangen. Dafür waren in der Stadthalle rund 3.000 Quadratmeter ausgelegt worden. Barbara Schett und Herbert Prohaska hinterließen außerdem ihre Hand- und Fußabdrücke für die "Straße der Sieger".
Treffpunkt der Sportwelt
Die Gästeliste vereinte aktuelle Spitzenathlet:innen und bekannte Namen aus mehreren Generationen. Mit dabei waren unter anderem Franz Klammer, Annemarie Moser-Pröll, Benjamin Raich, Alexandra Meissnitzer, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Stephanie Venier und Fritz Strobl.
Aus dem nordischen Lager standen Stefan Kraft, Daniel Tschofenig, Jan Hörl, Stephan Embacher, Thomas Morgenstern, Andreas Goldberger, Gregor Schlierenzauer und Johannes Lamparter auf der Liste. Außerdem kamen unter anderem Valentina Höll, Alessandro Hämmerle, Valentin Bontus, Jürgen Melzer, Peter Stöger, Anton Polster, Thomas Geierspichler und Angelino Zeller.
NIKI-Awards in zwölf Kategorien
Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung der NIKI-Awards in insgesamt zwölf Kategorien – von Sportlerin und Sportler des Jahres über Team des Jahres bis zu Trainer des Jahres oder dem Emotionalen Sportmoment des Jahres. Die Wahl in den sieben Sportler:innen- und Teamkategorien erfolgte traditionell durch die Mitglieder von Sports Media Austria, Österreichs Vereinigung der Sportjournalist:innen. Insgesamt 296 Stimmberechtigte gaben ihre Stimmen ab. Das digitale Wahlverfahren wurde zusätzlich von Rechtsanwalt Harald Christandl überprüft. Weitere Auszeichnungen wurden über Publikums- und Juryentscheidungen ermittelt.
Die sportliche Leistung bleibe das wichtigste Kriterium, erklärte SMA-Präsident Michael Schuen. Darüber hinaus könnten Breitenwirkung, Persönlichkeit und Charakter in die Entscheidung einfließen. „Besonders erfreulich ist, dass sämtliche Nominierten auf unseren Vorschlagslisten Punkte erhalten haben“, so Michael Schuen.
Gefallen ist die Wahl in der wichtigsten Kategorie auf Janine Flock und Felix Gall: Die Skeleton-Olympiasiegerin wurde erstmals als Österreichs Sportlerin des Jahres ausgezeichnet und sorgte zugleich für die erste Ehrung ihrer Sportart in dieser Kategorie. Mit 1.389 Punkten setzte sie sich vor Riesentorlauf-Gesamtweltcupsiegerin Julia Scheib mit 707 Punkten und Mountainbike-Weltmeisterin Valentina Höll mit 571 Punkten durch.
Für Felix Gall war es nach 2023 bereits der zweite NIKI als Sportler des Jahres. Der Zweite des Giro d’Italia und Dritte der Vuelta gewann mit 1.321 Punkten vor Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle mit 802 Punkten und dem Nordischen Kombinierer Johannes Lamparter mit 501 Punkten.
Gleich drei Ehrungen für den LASK
Erstmals als Team des Jahres ausgezeichnet wurde der LASK. Nach Meistertitel und Cupsieg erhielten die Linzer 969 Punkte. Dahinter lagen die Skispringer Stephan Embacher und Jan Hörl sowie die Skirennläuferinnen Ariane Rädler und Katharina Huber mit jeweils 549 Punkten gleichauf. Die höhere Zahl an Erstplatzierungen gab den Ausschlag zugunsten des Skisprung-Duos.
Auch LASK-Coach Didi Kühbauer erhielt einen NIKI. Die von Sport Austria nominierte Fachjury wählte ihn zum Trainer des Jahres. Er hatte die Linzer im Oktober 2025 auf dem vorletzten Tabellenplatz übernommen und anschließend zum Double sowie in die Champions League geführt.
Die dritte Auszeichnung mit LASK-Bezug ging an Saša Kalajdžić. Sein später Ausgleich zum 3:3 im WM-Spiel gegen Algerien, der Österreich ins Sechzehntelfinale brachte, wurde als Emotionaler Sportmoment des Jahres gewürdigt. Überreicht wurde ihm die Trophäe von ORF-Kommentator Daniel Warmuth, dessen Ausruf „Bist du deppat“ den Treffer begleitet hatte.
Geschwister-Erfolg und ein klares Fan-Votum
In den Kategorien für Sportler:innen mit Behinderung gewannen wie bereits 2022 Veronika Aigner und Johannes Aigner. Die vierfache Paralympics-Siegerin sicherte sich ihren insgesamt vierten NIKI, ihr Bruder nach drei Paralympics-Goldmedaillen seine zweite Auszeichnung.
Bei den Special Olympics wurden Schwimmerin Bianca Maier und Kletterer Silvio Gorsche geehrt. Skispringer Stephan Embacher entschied wiederum die Publikumswahl zum Aufsteiger des Jahres mit 81,6 Prozent der Stimmen für sich.
Für ihr Engagement rund um den Wings for Life World Run erhielten Elisabeth Schrenk und Michael Buchleitner die Auszeichnung "Sportler:in mit Herz“. Die beiden organisieren in Wien eine der großen Veranstaltungen des weltweiten Charity-Laufs, dessen Einnahmen in die Rückenmarksforschung fließen. Mit der Ehrung verbunden ist eine zweckgebundene Spende der Österreichischen Lotterien in Höhe von 10.000 Euro für ihr Projekt.
Special Award für Herbert Prohaska
Eine besondere Ehrung galt Herbert Prohaska. Sporthilfe, Sports Media Austria und ORF zeichneten den ehemaligen Fußballer, Trainer und langjährigen TV-Experten mit dem Special Award für sein Lebenswerk aus.
Zu seinen bekanntesten sportlichen Momenten zählt der „Spitz von Izmir“, mit dem er Österreich 1977 den Weg zur Weltmeisterschaft in Argentinien ebnete. Dieser Treffer fand auch Eingang in das Gala-Menü: Gerstner kreierte eine eigene Variante des Pariser Spitz. Ein weißer Schokoladenüberzug und violetter Veilchenstaub machten das Gebäck zum „Spitz von Izmir“ – als Verweis auf Herbert Prohaskas Verbundenheit mit der Wiener Austria.
Bereits im Vorfeld hatte sich der Geehrte auf den Abend gefreut: "Ich weiß, dass das eine Riesenveranstaltung ist, die fast so wie der Oscar in Hollywood aufgezogen ist. Deswegen freue ich mich sehr darauf."
Dinner für den guten Zweck
Für die restliche kulinarische Begleitung des Abends war ebenfalls Gerstner zuständig. Rund 40 Köch:innen und mehr als 200 Personen im Service waren dafür im Einsatz. Unterstützung kam dabei von Nachwuchskräften aus Gastro-/Tourismusschulen. Die Kooperation ermögliche den Schüler:innen praktische Einblicke in die Gastronomie einer Großveranstaltung und helfe zugleich, die Einnahmen für den Förderzweck zu erhöhen, erläuterte Gernot Uhlir.
Im Anschluss an die Preisverleihung war die "NIKI Night" als gemeinsamer Ausklang für die ausgezeichneten Athlet:innen und die Gäste angesetzt.
Video-Interviews
LEADERSNET.tv holte im Rahmen der Veranstaltung unter anderem Franz Klammer (Ski-Legende), Thomas Morgenstern (ehemaliger Skispringer), Harald Kräuter (Technischer Direktor ORF), Klaudia Tanner (Verteidigungsministerin), Martin Distl (Managing Director mStudio a Unit of WPP Media), Gerhard Huber (CEO easystaff), Herwig Straka (Turnierdirektor Erste Bank Open), Edeltraud Hanappi-Egger (Vizepräsidentin SK Rapid) und Roland Schmid (CEO IMMOunited) vor die Kamera. Weitere Interviews werden im Laufe der Nacht ergänzt.
Fotos von der 30. Lotterien Sporthilfe-Gala sehen Sie in Kürze in den Galerien hier sowie in Kürze hier und hier.
Eine internationale Studie zeigt hierzulande einen deutlichen Nachholbedarf bei der Weiterbildung zu Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig sind die Sorgen der Österreicher:innen über die Folgen für den Arbeitsmarkt besonders groß.
Eine Atemhilfe für Lawinenverschüttete, Überflutungsmodelle für Städte und die automatisierte Auswertung von Unfallberichten wurden ausgezeichnet. LEADERSNET.tv begleitete die Preisverleihung und fragte u. a. nach, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen mehr Sicherheit entstehen kann und welche Verantwortung beim Menschen bleibt.
Im Wiener MuseumsQuartier zeichnete der Verband Out of Home Austria am Mittwoch die stärksten Außenwerbekampagnen des Jahres aus. Eine Agentur räumte dabei gleich vierfach ab. LEADERSNET.tv war dabei und wollte von den Branchenprofis wissen, wie Außenwerbung in Zeiten zunehmender Reizüberflutung noch Aufmerksamkeit erzeugen kann.
Rund 350 Gäste aus Kunst, Kultur und Wirtschaft kamen unter dem Motto "Shine!" im Belvedere 21 zusammen. Der Abend brachte laut Museum rund 200.000 Euro für die Erweiterung der Sammlung ein.
Kommentar veröffentlichen