Bewegtbildstudie 2026
Fernsehen behauptet sich auch im digitalen Zeitalter

| Tobias Seifried 
| 28.05.2026

Laut der Bewegtbildstudie 2026 bleibt TV auch im digitalen Umfeld das dominierende Medium. Broadcaster-Angebote erreichen über alle Plattformen hinweg die höchste Nutzung.

Die Nutzung von Bewegtbild ist in Österreich offenbar weiterhin flächendeckend etabliert. Laut der aktuellen Bewegtbildstudie 2026 von RTR Medien und der Arbeitsgemeinschaft Teletest konsumieren 100 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal pro Woche Bewegtbildinhalte. Für die repräsentative Untersuchung wurden 4.000 Personen befragt (siehe Infobox).

Mehr als drei Viertel der Österreicher:innen nutzen demnach täglich Bewegtbildangebote. Besonders intensiv falle die Nutzung bei älteren Zielgruppen aus, heißt es von den Studienautor:innen. Insgesamt verbringen die Menschen hierzulande durchschnittlich knapp sechs Stunden täglich mit Bewegtbildinhalten.

Broadcaster bleiben wichtigste Anbieter

Den größten Anteil am Konsum verzeichnen der Analyse zufolge klassische Broadcaster-Angebote. Inhalte von Fernsehveranstaltern kommen über lineare und digitale Verbreitungswege hinweg auf 71 Prozent der gesamten Nutzung. Auf soziale Medien ohne Broadcaster-Inhalte entfallen 15 Prozent, Videoportale erreichen 13 Prozent.

Ferner zeigt die Studie, dass sich der klassische Fernsehkonsum zunehmend mit digitalen Angeboten verbindet. Die Hälfte der Nutzung erfolgt demnach mittlerweile über Online-Kanäle wie Mediatheken oder Social-Media-Plattformen der Sender. Gleichzeitig bleibe die klassische Prime Time um 20:15 Uhr weiterhin ein zentraler Fixpunkt im Tagesverlauf. Während Streamingangebote in diesem Zeitraum ebenfalls deutlich zulegen, bleibe die Nutzung sozialer Medien über den Tag hinweg vergleichsweise konstant.

Digitale Verbreitung gewinnt an Bedeutung

Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien, spricht von einer weiterhin hohen Nutzung von Bewegtbild in Österreich. Digitale Verbreitungswege seien insbesondere wichtig, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Der "Big Screen" habe laut Struber weiterhin einen festen Platz bei längeren Formaten, während Kurzformate bevorzugt mobil konsumiert würden.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Teletest sieht die Broadcaster-Angebote weiterhin stark positioniert. Thomas Gruber, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Teletest und Geschäftsführer von ProSiebenSat.1 Puls 4, betont: "Die Angebote der Broadcaster behaupten sich im Medienalltag der Österreicherinnen und Österreicher auch als digitale Angebote und gegen Big-Tech-Plattformen – in allen Altersgruppen."

Big Screen bleibt führend

Besonders stark bleibt laut der aktuellen Bewegtbildstudie die Nutzung am Fernseher: Durchschnittlich 253 Minuten täglich verbringen die Österreicher:innen vor dem Big Screen. Dort entfallen 86 Prozent der Nutzung auf Broadcaster-Angebote. Auf Smartphones und Tablets dominieren hingegen Kurzformate über soziale Medien. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt die mobile Nutzungsdauer mit 152 Minuten täglich mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.

Auch bei jungen Zielgruppen bleiben Broadcaster relevant: In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen entfallen demnach 53 Prozent der gesamten Bewegtbildnutzung auf Angebote klassischer Fernsehveranstalter.

www.rtr.at/Bewegtbildstudie2026

www.screenforce.at

www.agtt.at

Studiensteckbrief

Die Bewegtbildstudie 2026 wurde von Marketmind gemeinsam mit Rogator im Auftrag von RTR Medien und der Arbeitsgemeinschaft Teletest durchgeführt. Befragt wurden im Februar 2026 insgesamt 4.000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

Erstmals wurde der Fragebogen gezielt für die mobile Nutzung optimiert. Dadurch konnten 60 Prozent der Interviews über Smartphones und Tablets durchgeführt werden, weitere 40 Prozent über Desktop- und Notebook-Geräte. Aufgrund dieser methodischen Anpassung sind die Ergebnisse nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

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Studiensteckbrief

Die Bewegtbildstudie 2026 wurde von Marketmind gemeinsam mit Rogator im Auftrag von RTR Medien und der Arbeitsgemeinschaft Teletest durchgeführt. Befragt wurden im Februar 2026 insgesamt 4.000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

Erstmals wurde der Fragebogen gezielt für die mobile Nutzung optimiert. Dadurch konnten 60 Prozent der Interviews über Smartphones und Tablets durchgeführt werden, weitere 40 Prozent über Desktop- und Notebook-Geräte. Aufgrund dieser methodischen Anpassung sind die Ergebnisse nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

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