Verlag wird strategisch neu ausgerichtet
Herausgeber-Duo der NÖN legt Funktion nieder

| Redaktion 
| 07.05.2026

Die Niederösterreichischen Nachrichten treiben ihre strategische Neuausrichtung weiter voran. Künftig will das Medienhaus verstärkt auf Digitalisierung, neue Kommunikationskanäle und effizientere redaktionelle Prozesse setzen.

Die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) reagieren auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Medienbranche mit einer strategischen Neuausrichtung. Ausschlaggebend dafür seien insbesondere die fortschreitende Digitalisierung, geänderte Mediennutzungsgewohnheiten sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch internationale Plattformen.

Nach Angaben des Unternehmens konnten in den vergangenen Monaten bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen ein verstärkter Auftritt in sozialen Medien sowie eine intensivere Nutzung digitaler Angebote. Auch neue Kommunikationswege wie der eingeführte WhatsApp-Kanal würden dazu beitragen, verstärkt jüngere Zielgruppen mit regionalen Inhalten zu erreichen.

Die Neuausrichtung erfolgt in einer Phase umfassender Veränderungen innerhalb des Niederösterreichischen Pressehauses.

Turbulente Zeiten

Im April 2025 kam es beim Niederösterreichischen Pressehaus zu einem Führungswechsel. Michael Ausserer übergab an Gert Bergmann. Damals teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit, dass Bergmann den Marken NÖN und BVZ sowie den Onlinemedien noen.at und bvz.at neue Impulse geben und das Unternehmen strukturell und strategisch weiterentwickeln soll (LEADERSNET berichtete). Wenige Wochen später bot Bergmann, nachdem das Niederösterreichische Pressehaus in den Jahren 2023 und 2024 laut Jahresabschlüssen Millionenverluste verbucht hatte, den Unternehmenssitz zum Verkauf an (LEADERSNET berichtete). Mit Jahresbeginn trennte sich dann auch noch die Wochenzeitung BVZ vom NÖ Pressehaus. Seit 1. Jänner 2026 gilt die Burgenländische Volkszeitung (BVZ) offiziell als vollständig burgenländisches Medienunternehmen (LEADERSNET berichtete). Danach wurde noch NÖN-TV durch N1 Media übernommen (LEADERSNET berichtete). 

Mit der Niederlegung der Funktionen durch die bisherigen Herausgeber folgt nun der nächste Schritt im laufenden Umstrukturierungsprozess.

Herausgeber:innen legen Funktionen zurück

Im Zuge der Neupositionierung verlassen die Herausgeber:innen Sonja Planitzer und Georg Schröder ihre bisherigen Funktionen. Beide hatten die Rolle im Jahr 2021 übernommen und waren Gudula Walterskirchen nachgefolgt.

Die NÖN erklärte in einer Aussendung dazu: "Wir respektieren die Entscheidung und erfolgt mit großem Respekt vor ihren Leistungen sowie ihrem Engagement in herausfordernden Zeiten." Zudem wird beiden für ihre Loyalität und ihre Arbeit für das Unternehmen gedankt.

Fokus auf neue Prozesse und digitale Kanäle

Die Anforderungen an die Herausgeberfunktion haben sich laut dem Medienhaus in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Für die künftige Weiterentwicklung seien daher neue Perspektiven, innovative Prozesse sowie ein stärkerer Fokus auf digitale Entwicklungen und moderne Kommunikationsformen erforderlich.

Interimistisch übernimmt Geschäftsführer Gert Bergmann die Herausgeberfunktion. Die regionale Berichterstattung bleibe weiterhin "das Herzstück der NÖN". Gleichzeitig wolle das Unternehmen verstärkt auf Digitalisierung, zusätzliche Ausspielkanäle und effizientere redaktionelle Abläufe setzen, um auch künftig ein relevanter Medienpartner in Niederösterreich zu bleiben. 

www.noen.at

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