Aktuelle Medienresonanzanalyse
Diese ATX-Konzerne genießen international die größte Aufmerksamkeit

| Tobias Seifried 
| 06.08.2026

Internationale Übernahmen, Transformationsprojekte und geopolitische Entwicklungen prägen die weltweite Wahrnehmung österreichischer Börsenunternehmen – auch deren CEOs sind für die Reputation wichtig.

Österreichs ATX-Unternehmen stehen längst nicht mehr nur im heimischen Fokus. Eine aktuelle internationale Medienresonanzanalyse von pressrelations Österreich hat untersucht, wie die 20 börsennotierten Konzerne und ihre Vorstandsvorsitzenden weltweit wahrgenommen werden. Analysiert wurden unter anderem Medienreichweite, Tonalität sowie jene Themen, die die internationale Berichterstattung bestimmen.

Erste Group erzielt die höchste internationale Reichweite

Bei der weltweiten Medienpräsenz liegt die Erste Group an der Spitze. Laut Analyse erreichte sie 4,22 Milliarden Leserkontakte, vor allem aufgrund ihres Rekordgewinns und der Expansion in Polen. Dahinter folgen die OMV mit 3,87 Milliarden sowie AT&S mit 2,32 Milliarden Leserkontakten.

Während die Erste Group insbesondere mit ihrer Wachstumsstrategie international Aufmerksamkeit erzielt habe, würden bei der OMV vor allem Energieversorgung, Transformation und Treibstoffpreise die Berichterstattung prägen. AT&S profitiere wiederum vom weltweiten KI-Boom und Investitionen in internationale Produktionsstandorte.

ATX Medienresonanzanlayse

AT&S führt bei der Tonalität

Ein anderes Bild zeigt sich bei der Bewertung der Berichterstattung. Hier erreicht AT&S mit 4,40 von fünf möglichen Punkten den höchsten Tonalitätswert. Auf den weiteren Plätzen folgen Do&Co (4,19) – unter anderem aufgrund des Caterings bei der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft – sowie die Vienna Insurance Group (VIG) mit 3,95 Punkten nach ihrer milliardenschweren Übernahme.

Die Analyse kommt zum Schluss, dass vor allem Technologie, Innovation, internationale Expansion und erfolgreiche Transformationsprojekte positiv zur Wahrnehmung österreichischer Unternehmen beitragen.

Übernahmen und Transformation prägen das Bild

Besonders stark beeinflusst werde die internationale Berichterstattung durch große Unternehmensübernahmen. Genannt werden unter anderem die geplante Übernahme der Santander Bank Polska durch die Erste Group, die Akquisition der Bawag in Irland sowie der Bieterwettbewerb der Raiffeisen Bank International (RBI) um die Addiko Bank.

Daneben spielten auch Energie- und Transformationsthemen eine wichtige Rolle. Während voestalpine, OMV und Verbund vor allem mit ihren Transformationsstrategien wahrgenommen würden, stehe die RBI laut Analyse weiterhin stark im Zusammenhang mit ihrem Russland-Geschäft im internationalen Fokus.

CEOs prägen die Wahrnehmung mit

Nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch ihre Vorstandsvorsitzenden beeinflussen die internationale Wahrnehmung. Besonders präsent seien Peter Bosek (Erste Group) und Anas Abuzaakouk (Bawag) im Zusammenhang mit internationalen Wachstums- und Übernahmestrategien. Der scheidende OMV-CEO Alfred Stern werde vor allem mit Energie- und Transformationsthemen in Verbindung gebracht, während Attila Doğudan (Do&Co) insbesondere durch internationale Großveranstaltungen wie die Fußball-WM und die Formel 1 hohe Medienpräsenz erreiche. Hinter Alfred Stern landen jedoch Herbert Eibensteiner (voestalpine) und Michael Mertin (AT&S) am Podium.

ATX Medienresonanzanlayse

Fazit

Jens Schmitz, Mitbegründer von pressrelations, betont, internationale Kommunikation sei längst zu einem Wettbewerbsfaktor geworden. Wer seine Wahrnehmung außerhalb des Heimatmarktes nicht kenne, übersehe Chancen ebenso wie mögliche Reputationsrisiken. Thomas Rybnicek, Managing Director von pressrelations Österreich, ergänzt, dass Unternehmen ihre Reputation zunehmend grenzüberschreitend steuern müssten.

www.pressrelations.com

www.wienerborse.at

Über die Studie

Die internationale Medienresonanzanalyse von pressrelations untersucht quartalsweise die weltweite Berichterstattung über die 20 Unternehmen des österreichischen Leitindex ATX sowie deren CEOs.

Analysiert werden Medienpräsenz, Reichweite, Tonalität und thematische Einordnung in internationalen Online- und Printmedien. Grundlage ist eine qualitative Inhaltsanalyse mit strengem Objektbezug.

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Über die Studie

Die internationale Medienresonanzanalyse von pressrelations untersucht quartalsweise die weltweite Berichterstattung über die 20 Unternehmen des österreichischen Leitindex ATX sowie deren CEOs.

Analysiert werden Medienpräsenz, Reichweite, Tonalität und thematische Einordnung in internationalen Online- und Printmedien. Grundlage ist eine qualitative Inhaltsanalyse mit strengem Objektbezug.

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