KI krempelt Arbeitsmarkt um
Was Unternehmen von Job-Einsteigern heute erwarten

| Tobias Seifried 
| 06.08.2026

Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt rasant – besonders für Berufseinsteiger:innen. Diese können sich mit bestimmten Fähigkeiten Vorteile verschaffen. Zudem werden KI-Kenntnisse allgemein zum Gehaltsfaktor.

Laut dem aktuellen AI Jobs Barometer von PwC verändert Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt schneller als viele andere technologische Entwicklungen zuvor. Für die Studie hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft weltweit rund eine Milliarde Stellenanzeigen ausgewertet (siehe Infobox). Demnach verändern sich insbesondere Einstiegspositionen deutlich: Arbeitgeber erwarten zunehmend Kompetenzen wie kritisches Denken, Teamfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungsqualitäten.

Soft Skills gewinnen an Bedeutung

Vor allem sogenannte Junior-Rollen seien vom Wandel betroffen. Während KI Routineaufgaben zunehmend übernimmt, würden menschliche Fähigkeiten wie Urteilsvermögen, Zusammenarbeit und Problemlösung wichtiger. Für Berufseinsteiger:innen bedeute das neue Chancen, gleichzeitig aber auch höhere Anforderungen.

"Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung", sagt Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich. Für das Bildungssystem und Unternehmen bedeute das zugleich, Berufseinsteiger:innen künftig anders fördern und begleiten zu müssen als bisher.

KI schafft mehr Beschäftigung

Die Analyse widerspricht zugleich der häufig geäußerten Befürchtung, Künstliche Intelligenz werde vor allem Arbeitsplätze ersetzen. Laut PwC steigerten Unternehmen mit hohem KI-Einsatz zwischen 2018 und 2025 ihre Produktivität um 34 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung auf 24 Prozent kamen.

Parallel dazu wuchs die Beschäftigung in KI-intensiven Unternehmen um 52 Prozent. Unternehmen mit geringer KI-Nutzung bauten ihre Belegschaften im selben Zeitraum um 36 Prozent aus.

"Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften", ordnet Krickl die Ergebnisse ein.

KI-Know-how bringt deutliche Gehaltsvorteile

Besonders gefragt sind laut Studie Beschäftigte mit spezifischen KI-Kompetenzen. Stellen, die Know-how etwa in Machine Learning oder Prompt Engineering voraussetzen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent – nach 57 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig nahm die Zahl entsprechender Stellenausschreibungen innerhalb eines Jahres um 69 Prozent zu.

PwC geht davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt zunehmend differenziert. Während KI in manchen Berufen Routineaufgaben standardisiere und Tätigkeiten vereinfache, entstünden in anderen Bereichen höhere Anforderungen an Fachwissen, Entscheidungsfähigkeit und strategisches Denken.

Krickls zentrale Botschaft

Zum Abschluss bringt Krickl die zentrale Botschaft der Studie auf den Punkt: "KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird."

www.pwc.at

PwC AI Jobs Barometer 2026

Methodik

  • Auswertung von mehr als einer Milliarde Stellenanzeigen
  • Analyse von 27 Ländern auf sechs Kontinenten
  • Untersucht wurden die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Jobs, Qualifikationsanforderungen, Gehälter und Arbeitsproduktivität

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Junior-Rollen verändern sich am stärksten.
  • Soft Skills wie kritisches Denken, Kollaboration und Führung gewinnen deutlich an Bedeutung.
  • Produktivität KI-intensiver Unternehmen: +34 % (geringer KI-Einsatz: +24 %).
  • Beschäftigungswachstum KI-intensiver Unternehmen: +52 % (geringer KI-Einsatz: +36 %).
  • KI-Kompetenzen bringen weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 %.
  • Die Zahl der Stellen mit KI-Anforderungen stieg binnen eines Jahres um 69 %.

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PwC AI Jobs Barometer 2026

Methodik

  • Auswertung von mehr als einer Milliarde Stellenanzeigen
  • Analyse von 27 Ländern auf sechs Kontinenten
  • Untersucht wurden die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Jobs, Qualifikationsanforderungen, Gehälter und Arbeitsproduktivität

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Junior-Rollen verändern sich am stärksten.
  • Soft Skills wie kritisches Denken, Kollaboration und Führung gewinnen deutlich an Bedeutung.
  • Produktivität KI-intensiver Unternehmen: +34 % (geringer KI-Einsatz: +24 %).
  • Beschäftigungswachstum KI-intensiver Unternehmen: +52 % (geringer KI-Einsatz: +36 %).
  • KI-Kompetenzen bringen weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 %.
  • Die Zahl der Stellen mit KI-Anforderungen stieg binnen eines Jahres um 69 %.

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