Thomas Kicker appelliert an Politik
Magenta-CEO fordert bessere Rahmenbedingungen für KI

| Tobias Seifried 
| 06.08.2026

Trotz eines leichten Umsatz- und Ergebnisrückgangs hält der Telekomanbieter an seinem Investitionskurs fest. Leistungsfähige Netze seien der Schlüssel für den weiteren Ausbau von Künstlicher Intelligenz in Österreich.

Magenta hat im ersten Halbjahr 2026 trotz eines leichten Rückgangs bei Umsatz und Ergebnis seine Investitionen erhöht. Während das operative Geschäft unter Druck blieb, setze das Unternehmen weiter auf den Ausbau von 5G- und Glasfasernetzen und positioniere sich als Infrastrukturpartner für den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wurde am Donnerstag via Aussendung mitgeteilt.

Im ersten Halbjahr investierte Magenta laut eigenen Angaben 137 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Netzinfrastruktur. Das entspreche einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Ansicht des Unternehmens bilden leistungsfähige Telekommunikationsnetze die Grundlage dafür, dass Unternehmen KI-Anwendungen produktiv einsetzen können.

KI als Standortfaktor

Magenta verweist auf den aktuellen Digital Decade Report der Europäischen Kommission. Demnach liege Österreich bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz mit einer Adoptionsrate von knapp 30 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt. Bei Großunternehmen komme KI bereits in 68 Prozent der Betriebe zum Einsatz und damit europaweit überdurchschnittlich häufig.

CEO Thomas Kicker sieht nun die Politik gefordert: "Investitionen in den Standort lohnen sich – jeder Euro, den wir jetzt in die Digitalisierung stecken, fließt achtfach zurück." Gleichzeitig fordert er schnellere Genehmigungsverfahren für den Netzausbau sowie mehr Rechtssicherheit, um internationale Investitionen in den Standort Österreich zu erleichtern.

Auch CFO Aleksander Bek bekräftigt den langfristigen Investitionskurs: "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 2,5 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur investiert." Ziel sei es, Unternehmen und Bevölkerung dabei zu unterstützen, das Potenzial von KI bestmöglich zu nutzen.

Leichter Rückgang bei Umsatz und Ergebnis

Im operativen Geschäft verzeichnete Magenta im ersten Halbjahr einen leichten Rückgang. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 726 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA AL verringerte sich um 2,9 Prozent auf 274 Millionen Euro.

Während das Internetgeschäft mit rund 1,05 Millionen Kund:innen um zwei Prozent zurückgegangen sei, habe sich der Mobilfunk stabil entwickelt. Die Zahl der aktiven SIM-Karten stieg demnach um 1,1 Prozent auf 6,63 Millionen.

www.magenta.at

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