Fotos vom Innovationspreis Tourismus
Österreichs innovativste Tagungsorte sind gekürt

| Janet Teplik 
| 04.08.2026

Überreicht wurde der "Innovationspreis Tourismus" an herausragende Veranstaltungsstätten, die mit ihrer Innovationskraft, Nachhaltigkeit und regionalen Bedeutung überzeugen konnten.

Im Ferry Porsche Congress Center ist am 22. Juni 2026 der siebente Österreichische Innovationspreis Tourismus (ÖIT) verliehen worden. Überreicht wurde die Auszeichnung dabei von Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus Elisabeth Zehetner. Die Auszeichnung wird gemeinsam vom Bund und den Bundesländern vergeben und rühmt innovative Veranstaltungsstätten, die den Kongress- und Tagungstourismus in Österreich mit neuen Konzepten und nachhaltigen Ansätzen weiterentwickeln. 

Kongresswesen als wichtiger Wirtschaftsfaktor 

Anlässlich der Preisverleihung hob Zehetner die wirtschaftliche Bedeutung des Kongress- und Tagungstourismus hervor. Österreich gehöre seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Kongressdestinationen weltweit. Kongresse, Firmentagungen und Seminare seien wichtige Impulsgeber für Regionen und Standorte, so die Politikerin. Nach Angaben der Staatssekretärin wurden im Jahr 2025 rund 1,9 Millionen Teilnehmer:innen bei Kongressen, Tagungen und Seminaren gezählt. Daraus resultierten 4,26 Millionen Nächtigungen – ein neuer Höchstwert. Diese Veranstaltungen würden Hotels und Gastronomiebetriebe auslasten, Arbeitsplätze schaffen und die regionale Wertschöpfung stärken. 

Mit dem Innovationspreis wolle man jene Veranstaltungsstätten vor den Vorhang holen, die mit Professionalität, Innovationskraft und nachhaltigen Konzepten beispielhaft für die Weiterentwicklung des Kongress- und Tagungstourismus seien. Ziel sei es, die in der Tourismusstrategie "Vision T" (LEADERSNET berichtete) verankerten Leitlinien umzusetzen. "Das ist genau der Anspruch unserer Vision T: mehr Wertschöpfung, mehr Wertschätzung und mehr Werterhalt im österreichischen Tourismus", so Zehetner.

Drei Kategorien nach Veranstaltungsgröße

Die Auszeichnungen wurden auf Grundlage der maximalen Kapazität des größten Veranstaltungsraums einer Location in drei Kategorien vergeben. Die Preisgelder werden jeweils zur Hälfte vom Bund und vom betreffenden Bundesland finanziert. 

Kategorie 1: bis 10 bis 200 Teilnehmer:innen

Den ersten Platz in der Kategorie für Veranstaltungsstätten mit einer Kapazität von zehn bis 200 Teilnehmer:innen belegte der BioArt Campus in Salzburg und erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro. 

Der zweite Platz ging an Hannersberg im Burgenland (3.000 Euro) und den dritten Rang belegte die Propstei St. Gerold in Vorarlberg, die mit 2.000 ausgezeichnet wurde. 

Kategorie 2: 201 bis 1.000 Teilnehmer:innen

In der mittleren Kategorie setzte sich der Loxone Campus in Oberösterreich durch und erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Den zweiten Platz erreichte das Congress Center Baden in Niederösterreich (3.000 Euro). Den dritten Rang teilten sich die Lechwelten in Vorarlberg sowie die Halle E+G in Wien. Beide Standorte erhielten jeweils 2.000 Euro.

Kategorie 3: über 1.000 Teilnehmer:innen

In der höchsten Kategorie entschied die Jury auf einen ex-aequo-Sieg. Sowohl das Festspielhaus Bregenz als auch das Austria Center Vienna wurden mit dem ersten Platz ausgezeichnet und erhielten jeweils 5.000 Euro Preisgeld. 

Den dritten Platz belegte das scalaria eventresort in Oberösterreich, das mit 2.000 Euro prämiert wurde. 

Jury würdigt Innovation und Nachhaltigkeit

Nach Einschätzung der Jury überzeugte der BioArt Campus durch seine konsequente Verbindung von Bildung, Genuss, Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung. Die Einrichtung sei weit mehr als eine Veranstaltungsstätte und verstehe sich als Zentrum für Bio, Innovation und nachhaltige Entwicklung in der Region.

Beim Loxone Campus stellte die Jury insbesondere den Innovationscharakter sowie den wirtschaftlichen Mehrwert für die Region heraus. Das Projekt verbinde intelligente Gebäudeautomation, moderne Architektur und Tourismus zu einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept.

In der größten Kategorie würdigte die Jury das Austria Center Vienna als bedeutenden internationalen Kongressstandort, der mit Digitalisierung, Modernisierung und Nachhaltigkeit die Weiterentwicklung des heimischen Kongresswesens vorantreibe. Zudem sei das Veranstaltungszentrum bereits 2014 als erstes österreichisches Kongress- und Veranstaltungszentrum mit dem Umweltzeichen für Kongress- und Tagungsstätten ausgezeichnet worden. Das Festspielhaus Bregenz überzeugte nach Ansicht der Jury wiederum durch seine Innovationskraft und sein internationales Engagement. Als Mitinitiator von "micelab" gestalte es die internationale Kongressbranche aktiv mit, fördere Kooperationen und stelle sein Know-how offen zur Verfügung. Darüber hinaus setze das Haus ökologische Maßstäbe, indem rund 70 Prozent seines Energiebedarfs durch Erdwärme, Seewasser und eigene Stromerzeugung gedeckt werden.

Anerkennung für weitere Veranstaltungsstätten

Neben den Preisträger:innen wurden zahlreiche weitere Veranstaltungsorte mit Anerkennungsurkunden ausgezeichnet. Dazu zählen die Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach (Kärnten), das Steigenberger Hotel & Spa Krems (Niederösterreich), die DOPA3 – Premium Lounge (Oberösterreich), das Seminar- und Eventcenter "Weitblick" im Genuss Gasthaus Kohlröserlhütte (Steiermark), das coolnest Design Hotel (Tirol), die Strandbar Herrmann (Wien), das Hotel Sandwirth (Kärnten), das Kavalierhaus Klessheim (Salzburg), das Imlauer Hotel Schloss Pichlarn (Steiermark), das Rasmushof Hotel Kitzbühel (Tirol), das Ferry Porsche Congress Center (Salzburg) sowie Congress Innsbruck, Messe Innsbruck und congresspark igls (Tirol).

Einen Eindruck von der Preisverleihung können Sie sich mittels Galerie verschaffen.

www.bmwet.gv.at

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