AUA landet nach langer Durststrecke wieder in den schwarzen Zahlen

| Tobias Seifried 
| 03.08.2023

Bei der Fluglinie macht sich das Ende der coronabedingten Beschränkungen positiv bemerkbar.

Austrian Airlines konnte 2023 erstmals seit 2020 in ein Jahr ohne coronabedingte Beschränkungen starten. Das macht sich auch in den Zahlen bemerkbar. Eine hohe Nachfrage und gut ausgelastete Flieger brachten die Fluglinie in die Gewinnzone. Damit lege die AUA einen wichtigen Grundstein, um schrittweise die finanzielle Stabilität zu erhöhen und Zukunftsinvestitionen zu tätigen, die für die Transformation in eine nachhaltigere Luftfahrt nötig seien, so die österreichische Tochter der deutschen Lufthansa-Gruppe.

Halbjahresergebnis von plus 15 Millionen Euro

Im zweiten Quartal 2023 stieg der Umsatz von Austrian Airlines um 39 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 664 Millionen Euro. Im selben Zeitraum lagen die Gesamterlöse mit 680 Millionen Euro um 36 Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Gesamtaufwendungen lagen im zweiten Halbjahr mit 592 Millionen Euro 19 Prozent über jenen des Vorjahres. Aufgrund der hohen Passagiernachfrage und einer weiterhin hohen Auslastung habe das zweite Jahresquartal mit einem Ergebnis von 88 Millionen Euro abgeschlossen werden können.

Die Fluglinie konnte ihren Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 (+57 Prozent) auf 1,064 Milliarden Euro steigern. Zudem sind die Gesamterlöse in der ersten Jahreshälfte 2023 um 54 Prozent auf 1,093 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt konnte die AUA die ersten sechs Monate 2023 mit einem adj. EBIT von 15 Millionen Euro abschließen (1. Halbjahr 2022: -106 Millionen Euro).

Das positive Halbjahresergebnis sei vor allem auf den weiteren Anstieg der Passagierzahlen zurückzuführen. Austrian Airlines flog in der ersten Jahreshälfte über 6,1 Millionen Passagiere, was einem Plus von 47 Prozent entspreche. Die angebotenen Sitzkilometer seien im Vergleichszeitraum um 27 Prozent auf 11,6 Milliarden gestiegen, wobei die Flüge der österreichischen Airline laut eigenen Angaben zu durchschnittlich 80 Prozent ausgelastet waren (1. Halbjahr 2022: 72,1 Prozent).

Flexibilität und Teamwork

Vor allem eine seit Jahresbeginn gemäßigte Entwicklung der Treibstoffpreise und eine stabile operationelle Leistung hätten den guten Halbjahresabschluss ermöglicht. AUA-CEO Annette Mann sagt dazu: "Nach drei harten Jahren sind wir deutlich in den schwarzen Zahlen gelandet und arbeiten jetzt auf ein sehr gutes Jahresergebnis hin. Damit schmälern wir unser Krisenminus und machen uns startklar für die anstehenden Mammutinvestitionen für unsere Gäste. Wir setzen weiterhin auf gutes Teamwork und freuen uns auch im zweiten Halbjahr auf neue Kolleg:innen, um anstehende Herausforderungen meistern zu können."

Treibende Faktoren für die nachhaltige Transformation des Unternehmens seien neben der Modernisierung der Langstrecke mit zehn neuen Flugzeugen auch effizientere Mittelstreckenmaschinen und Investitionen in nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF).

AUA COO Francesco Sciortino: "Unsere Mitarbeitenden zeigen Tag für Tag, was Souveränität und Gastfreundschaft bedeutet – und zwar in allen Unternehmensbereichen. Wie bei unseren Gästen, stellen wir auch in Hinblick auf unsere Mitarbeitenden den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Wir freuen uns, dass wir 400 neue Kolleg:innen für Austrian gewinnen konnten und wir nun gemeinsam durchstarten."

Anhaltende Reiselust

Mit neuen europäischen Destinationen von Porto bis Palermo umfasst der Sommerflugplan auf der Kurz- und Mittelstrecke mehr Ziele als 2019. Insgesamt liege das Angebot der AUA zufolge im Hochsommer bei über 90 Prozent des Niveaus aus dem Sommer 2019. "Unsere Gäste haben Spaß am Fliegen mit Austrian. Denn unser Fokus liegt endlich wieder auf unserer Kernkompetenz, ein herzlicher Gastgeber über den Wolken zu sein", so CCO Michael Trestl abschließend.

www.austrian.com

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