Spekulationen auf Kursverluste: Was steckt hinter den Differenzkontakten?
CDS - zu Deutsch: Differenzkontrakte - sind beliebte Wertpapiere, die im Derivatehandel getradet werden. Der Kauf von Verkauf von CFDs findet außerhalb einer Finanzbörse statt. Hier erfahren Sie, was sich hinter den Differenzkontrakten verbirgt, wie sich Spekulationen auf Kursveränderungen auswirken und welche Vor- und Nachteile mit den Differenzkontrakten verbunden sind.
Was ist ein Differenzkontrakt?
Differenzkontrakte einfach erklärt, bedeutet, dass Sie darauf spekulieren, dass eine Kursveränderung auf einem außerbörslichen Parkett (Over-the-Counter-Handel) eintritt. Als Trader wetten Sie beim CFD-Handel darauf, dass die Kurse von Rohstoffen, Aktien oder Währungen steigen oder fallen. In diesem Fall profitieren Sie von einer höheren Margin, mit der Sie das jeweilige Anlagepapier besser kaufen oder verkaufen können. Dabei ist es nicht notwendig, dass Sie die Aktie oder das Wertpapier selbst erwerben.
Ein besonderer Aspekt, die Sie bei den CFDs beachten müssen, ist die Hebelwirkung der CFDs. Diese verschafft Ihnen als Trader den Vorteil, dass Sie nur einen Teil des Kapitals aufbringen müssen. Verantwortlich hierfür ist der Leverage-Effekt, der Ihnen auch mit einem geringen Investitionsbetrag eine hohe Rendite bescheren kann.
Wie wirken sich Spekulationen auf Kursverluste mithilfe eines Differenzkontaktes aus?
Differenzkontrakte, die auch unter der Abkürzung CFD bekannt sind, gehören zu den Terminkontrakten, bei denen Sie die Veränderungen eines Kurses oder eines Preises im Blick haben.
Ein Differenzkontrakt funktioniert nach dem folgenden Beispiel:
Als Trader kaufen sie eine Aktie, die zu einem Briefkurs von 20 Euro gehandelt wird. Für den CFD-Handel müssen Sie nicht selbst im Besitz dieser Aktien sein. Stattdessen schließen Sie mit Ihrem Broker außerbörslich einen Differenzkontrakt ab. Entscheiden Sie sich z. B. dafür, dass die Aktien steigen, steigt auch Ihr eigener Gewinn. Setzen sie darauf, dass die Aktien an Wert verlieren, können Sie Ihren Gewinn einfahren, wenn die Kurse fallen.
Die Vor- und Nachteile von Differenzkontrakten
Bei dem Handel mit Differenzkontrakten ergeben sich für Sie als Anleger die folgenden Vor- und Nachteile:
Dank der Hebelwirkung, die beim Handel mit CFDs auftritt, haben Sie die Möglichkeit, höhere Gewinne zu erzielen.
Sie können mit den CFDs auch Leerverkäufe tätigen.
CFDs sind billiger, als wenn Sie Ihr Geld in Aktien investieren. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie diese zu niedrigen Preisen erwerben.
Bei einem Handel mit Differenzkontrakten besteht ein ebenso hohes Verlustrisiko, wie Sie einen hohen Gewinn generieren können.
Im Extremfall ist ein Verlust von 100 % möglich. Deshalb sollten Sie überlegen, wie hoch Ihre Geldanlage in CFDs ist.
Halten Sie Ihre CFDs für einen längeren Zeitraum, fallen Übernachtgebühren an.
Der Handel mit Aktien unterliegt der strengen Regulierung des Staates. Weil der CFD-Handel außerbörslich besteht, ist die Regulierung des Staates deutlich geringer.
Wodurch unterscheidet sich der Handel mit CFDs vom Aktienhandel?
Der Handel von CFDs unterscheidet sich von dem Aktienhandel in den folgenden Punkten:
Bei CFDs ist eine Geldanlage in verschiedene Finanzprodukte möglich. Investieren Sie in Aktien, können Sie Ihr Geld alternativ nur noch in ETFs anlegen.
Bei dem Handel mit Aktien profitieren Sie nicht von der Hebelwirkung des Leverage-Effektes.
Investieren Sie Ihr Geld in CFDs, spekulieren Sie auf steigende und fallende Kurse am Aktienmarkt. Legen Sie Ihr Geld in Aktien an, setzen Sie darauf, dass die Kurse nur steigen.
Fazit
Mit Differenzkontrakten haben Sie die Möglichkeit, Ihr Trading außerbörslich zu organisieren. Im Prinzip geht bei dem Handel mit CFDs darum, dass Sie entweder darauf spekulieren, dass der Kurs einer Aktie steigt, oder dass dieser fällt. Ein direkter Erwerb des Aktienpapiers - wie dies beim Handel mit Aktien geschieht - ist nicht erforderlich. Investieren war nie einfacher.
Ein Vorteil des CFD-Handels besteht darin, dass die Hebelwirkung des Leverage-Effektes Ihnen zu einer hohen Rendite verhelfen kann. Ebenso müssen Sie aber auch im Auge behalten, dass Sie Ihr eingesetztes Kapital komplett verlieren können. Ein weiterer Nachteil ist, dass der CFD-Handel nicht so stark reguliert ist, wie z. B. der Handel mit Aktien.