Künstliche Intelligenz (KI) ist im Tourismus längst angekommen, viele digitale Helfer auf Destinations-Websites fühlen sich bislang allerdings eher wie bessere Suchmasken an als wie echte Beratung. Wer eine konkrete Frage stellt, bekommt oft nur eine Linksammlung oder eine Standardantwort zurück. Die Region Hochkönig im Salzburger Land will das nun ändern und präsentierte am 20. Oktober bei einem Pressegespräch im Hotel Eder in Maria Alm mit "Alois" einen sprechenden KI-Urlaubsbegleiter. Er berät Gäste rund um die Uhr in mehr als 100 Sprachen, erstellt individuelle Tagesprogramme und begleitet sie vor, während und nach ihrem Aufenthalt.
Ein Tagesplan im Gespräch
Herzstück von "Alois" ist der sogenannte Dayplanner. Möchte etwa eine Familie mit zwei Kindern vormittags in die Natur, mittags regional essen und den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen, gleicht "Alois" diese Wünsche mit Wetter, Aufenthaltsort, Alter der Kinder, Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Mobilität und den Leistungen der HochkönigCard ab und stellt daraus einen Tagesvorschlag zusammen. Schlägt das Wetter um oder ändern sich die Pläne, lässt sich das Programm im Dialog jederzeit anpassen, Rückfragen inklusive. "Alois zeigt, wohin sich Gästekommunikation entwickelt: weg von der reinen Auskunft, hin zum persönlichen digitalen Urlaubsbegleiter", erklärt Christine Scharfetter.
Damit die Empfehlungen auch stimmen, recherchiert "Alois" nicht frei im Netz, sondern greift über Schnittstellen auf die laufend gepflegten Tourismusdaten der Region und auf eine klar definierte Hierarchie verlässlicher Quellen zu, von Bergbahnen und Veranstaltungen bis zu Unterkünften und Gastronomie. Über ein eigenes Dashboard lassen sich kurzfristige Sperren, Betriebsänderungen oder Sicherheitshinweise sofort einspielen, wobei sicherheitsrelevante Informationen stets Vorrang vor Marketingbotschaften haben. Bei akuten Notfällen nennt der KI-Gastgeber die entsprechende Notrufnummer. Auch bei der Unterkunftssuche berücksichtigt "Alois" Reisezeitraum, Budget, Ausstattungswünsche oder einen mitreisenden Hund und begleitet Gäste bis zum Buchungslink im offiziellen Portal der Region. Buchung und Bezahlung laufen weiterhin über das Buchungssystem, Kreditkartendaten verarbeitet "Alois" demnach nicht.
"Alois"-Figur für die Hosentasche
Damit der digitale Gastgeber nicht nur im Browser existiert, gibt es ihn auch zum Angreifen. Die acht Zentimeter große "Alois"-Figur mit Hut und Lederhose trägt im Sockel einen NFC-Chip. Wer sein Smartphone daranhält, landet direkt auf der "Alois"-Landingpage, ganz ohne App-Download oder Registrierung. Dort kann man mit "Alois" sprechen oder ihm im Chat schreiben und zusätzlich Webcams, Karten und touristische Guides abrufen. Nutzen lässt sich der KI-Begleiter auch am PC oder Tablet, seine Stärke spielt er laut Hochkönig Tourismus aber vor allem unterwegs in der Region aus.
© Hochkönig Tourismus
"Die sympathische Alois-Figur macht aus Künstlicher Intelligenz einen persönlichen Gastgeber. Als charmanter Markenbotschafter zum Mitnehmen begleitet er unsere Gäste durch ihren Urlaub in der Region Hochkönig", so Scharfetter. Für die jüngsten Gäste schlüpft "Alois" zudem in die Rolle des Geschichtenerzählers und gibt Sagen aus der Region zum Besten. Neben aktuellen Angeboten kennt er auch Kultur, Geschichte und Natur rund um Maria Alm, Dienten und Mühlbach.
Ein Netzwerk digitaler Gastgeber
Entwickelt und umgesetzt wurde "Alois" gemeinsam mit der Agentur Butterseite Media. Das System lässt sich auch auf einzelne Hotels übertragen, ein erstes Beispiel entsteht direkt in Maria Alm. Für die Eder Hotels wird mit "TaNte FriDa" ein eigener sprechender Gastgeber umgesetzt, der sich auf die Angebote und Leistungen der Hotels spezialisiert. Geht eine Frage über das Hotel hinaus, etwa zu Ausflugszielen, Veranstaltungen oder Mobilität, übernimmt "Alois" mit seinem Wissen über die Destination.
Da sich Wissensbasis, Markencharakter, Schnittstellen und Services an andere Regionen anpassen lassen, soll der Hochkönig als Blaupause für weitere Destinationen dienen. Weitere Projekte befinden sich bereits in Umsetzung, unter anderem für den Südharz und Bad Orb. Langfristig schwebt den Beteiligten ein Netzwerk vor, in dem Destinationen, Hotels und Partnerbetriebe ihre Kompetenzen bündeln, sodass Gäste unabhängig vom Einstiegspunkt die passenden Informationen bekommen.
Hier geht's zu "Alois".
www.hochkoenig.at
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