csrTag 2026
Wie Nachhaltigkeit zum Erfolgsfaktor für Österreichs Unternehmen wird

| Redaktion 
| 01.11.2026

Beim csrTag 2026 in Alpbach diskutierten rund 200 Teilnehmer:innen über nachhaltige Geschäftsmodelle, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz. Im Fokus stand die Frage, wie Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken können.

Rund 200 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft kamen vor einigen Tagen zum csrTag 2026 (Corporate Social Responsibility) im Congress Centrum Alpbach zusammen. Unter dem Leitthema "R³: Ressourcen. Resilienz. Rentabilität" beschäftigte sich die respACT-Konferenz mit wirtschaftlichen Herausforderungen und den Möglichkeiten einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. 

Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie

Geopolitische Unsicherheiten, begrenzte Ressourcen und zunehmende gesetzliche Vorgaben stellen Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Welche Rolle nachhaltige Geschäftsmodelle bei der Bewältigung dieser Entwicklungen spielen können, wurde beim diesjährigen csrTag diskutiert. Dabei ging es insbesondere darum, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stabilität und Innovationsfähigkeit zu verbinden. 

Die Gespräche verdeutlichten, dass Nachhaltigkeit in zahlreichen Unternehmen zunehmend über die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen hinausgeht. Vielmehr werde sie als Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie betrachtet, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen zu erhöhen. 

Kreislaufwirtschaft und Innovation als Zukunftsperspektiven

Ein wesentliches Thema der Veranstaltung war die Frage, wie sich ressourcenschonende Wirtschaftsmodelle in der betrieblichen Praxis umsetzen lassen. Im Mittelpunkt standen unter anderem zirkuläre Geschäftsansätze, neue Energiekonzepte und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. 

respACT-Geschäftsführerin Daniela Knieling verwies auf die vielfältigen Anforderungen, mit denen Betriebe derzeit konfrontiert seien. Gleichzeitig hätten die Gespräche gezeigt, dass Unternehmen bereits unterschiedliche Lösungswege verfolgen würden.

"Die Diskussionen beim csrTag haben gezeigt, dass viele Unternehmen bereits konkrete Antworten darauf entwickeln – von zirkulären Geschäftsmodellen über innovative Energielösungen bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette", sagte Knieling.

Der Kongress habe zudem dazu beigetragen, bestehende Lösungsansätze einem breiteren Publikum vorzustellen und den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Akteur:innen zu unterstützen. Ein weiteres Anliegen sei es gewesen, die praktische Umsetzung nachhaltiger Innovation voranzutreiben. 

Finanzierung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 

Den fachlichen Auftakt bildete eine Keynote von Glenn Orveillon von der Europäischen Investitionsbank (EIB). Er widmete sich den Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte im Bereich der Kreislaufwirtschaft. 

Bereits zu Beginn der Veranstaltung hoben die Hauptpartner Industriellenvereinigung Tirol, Wirtschaftskammer Tirol und Land Tirol die Bedeutung des nachhaltigen Wandels für den heimischen Wirtschaftsstandort hervor. Das Land Tirol war dabei durch Landesrat René Zumtobel vertreten.

Die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Investitionen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zog sich auch durch die weiteren Programmpunkte. Diskutiert wurde unter anderem, welche Potenziale ressourceneffiziente Produktions- und Geschäftsprozesse für Wachstum und Innovation bieten.

Energieversorgung und neue EU-Vorgaben 

Neben der Kreislaufwirtschaft nahm die Energieeffizienz einen wichtigen Platz im Konferenzprogramm ein. Dabei wurde ihr Zusammenhang mit einer verlässlichen Energieversorgung und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beleuchtet.

Auch aktuelle regulatorische Entwicklungen waren Gegenstand der Diskussionen. Dazu zählten die EmpCo-Richtlinie, der Digitale Produktpass sowie die Ökodesign-Verordnung. Die Teilnehmenden befassten sich mit den damit verbundenen Anforderungen an Unternehmen.

An den Diskussionsrunden beteiligten sich Vertreter:innen von EVN, Holcim, Tyrolit, Betten Eberharter, Simacek, ClimatePartner Austria, tirol kliniken, Infranorm und Schachinger Logistik. Anhand betrieblicher Beispiele wurde aufgezeigt, wie nachhaltige Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen und Unternehmen dabei unterstützen können, besser auf Krisen und veränderte Marktbedingungen zu reagieren.

Nachhaltigkeit als Bestandteil langfristiger Unternehmensstrategien

Ein zentrales Ergebnis der Konferenz war die zunehmende strategische Bedeutung nachhaltiger Unternehmensführung. Die vorgestellten Ansätze machten deutlich, dass Ressourceneffizienz, neue Kooperationsformen und innovative Lösungen nicht ausschließlich ökologischen Zielen dienen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile ermöglichen können.

Knieling betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Austauschs zwischen den unterschiedlichen Wirtschaftsakteur:innen: "Der Kongress machte erfolgreiche Ansätze sichtbar, gab wertvolle Impulse und förderte den Austausch darüber, wie Innovationen schneller in die Praxis gebracht werden können."

www.csrtag.at

www.respact.at

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